Gesundheit

Bund will unsachgemäße Einnahme von Medikamenten eindämmen

Die Bundesregierung will die unsachgemäße Einnahme von Medikamenten eindämmen: Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch einen
Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland.

Die unsachgemäße Einnahme von Medikamenten kann fatale Folgen haben. (Foto: Flickr/Procsilas Moscas/Cc by 2.0)

Die unsachgemäße Einnahme von Medikamenten kann fatale Folgen haben. (Foto: Flickr/Procsilas Moscas/Cc by 2.0)

Der Aktionsplan sieht vor, dass ab Oktober jeder Versicherte, der mindestens  drei verordnete Arzneimittel anwendet, Anspruch auf einen Medikationsplan hat. „Gerade für ältere, chronisch und mehrfach erkrankte Menschen ist das eine große Hilfe.“ Medikamente seien zwar entscheidend für den Heilungsprozess, es gebe aber  gesundheitliche Gefahren durch unsachgemäße Einnahme, erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

Den Angaben zufolge treten schätzungsweise bei sieben von 100 ambulanten Patienten mit Arzneimitteltherapie jedes Jahr vermeidbare Nebenwirkungen auf. Etwa fünf Prozent aller Krankenhauseinweisungen gehen auf unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln zurück, ein Viertel davon könnte vermieden werden. Das bedeutet, dass schätzungsweise rund 250.000 Krankenhauseinweisungen jährlich auf vermeidbare Medikationsfehler zurückgeführt werden können, berichtet die AFP.

Mit dem Ende vergangenen Jahres in Kraft getretenen E-Health-Gesetz wurde geregelt, dass ab Oktober 2016 alle Versicherten, die mindestens drei verordnete Medikamente anwenden, Anspruch auf die Ausstellung eines Medikationsplans in Papierform haben. Ab 2018 soll der Medikationsplan auch elektronisch von der Gesundheitskarte abrufbar sein.

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