Gesundheitssystem

Jedes zweite Krankenhaus setzt auf Fundraising

In Zeiten schwieriger Finanzierung aber wichtiger Erneuerung ist die Erschließung neuer Finanzquellen für deutsche Krankenhäuser sehr wichtig. Mittlerweile setzen viele Krankenhäuser dabei auch auf das Fundraising. Die größte Einzelspende an ein deutsches Krankenhaus betrug bisher 17 Millionen Euro.

Ein Großteil der Kliniken investiert in zusätzliche Angebote für Patienten, Prozent der Nennungen. (Grafik: Roland Berger)Ein Großteil der Kliniken investiert in zusätzliche Angebote für Patienten, Prozent der Nennungen. (Grafik: Roland Berger)

Ein Großteil der Kliniken investiert in zusätzliche Angebote für Patienten, Prozent der Nennungen. (Grafik: Roland Berger)

Spenden und Investieren ist in Deutschland nicht nur bei Crowdfunding-Aktionen der Fall. Immer öfter profitieren auch Krankenhäuser mittlerweile davon. 60 Prozent der deutschen Krankenhäuser nutzten in den vergangenen drei Jahren Fundraising als Finanzquelle, wie eine aktuelle Studie von Roland Berger zeigt. „Im Mittel nehmen die Kliniken rund 500.000 Euro Spenden ein“, so die Studie. Davon seien rund 90.000 Euro für Kosten abzuziehen. „Auf diese Weise erreichen Kliniken mit Fundraising einen Return on Investment (ROI) von über 400 Prozent.“

Fundraising ist gerade für Krankenhäuser in ihrer eigenen Region eine gute Möglichkeit, neue Projekte etc. zu finanzieren. Meist werden Krankenhäuser von Spendern aus der Region mit Finanzmitteln bedacht. Vor allem Privatpersonen zeigen hier eine hohe Spendenbereitschaft. Unternehmen werden von etwa 60 Prozent der Krankenhäuser für Fundraising angesprochen.

Immerhin rund 90 Prozent der befragten Krankenhäuser geben an, dass die Fundraising-Aktivitäten im eigenen Haus in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden. Denn fast alle Kliniken konnten mit Fundraising-Kampagnen ihre eigene Außendarstellung verbessern. Die Mehrheit der Kliniken investiert die erhaltenen Spenden zum Großteil nämlich in zusätzliche Angebote für Patienten.

Dieser Einsatz der Mittel und ein stetiger Kontakt zu den Spendern können für die Krankenhäuser sehr lukrativ sein. So seien auf diese Weise der Studie zufolge jährliche Einnahmen im hohen sechsstelligen Bereich und mehr möglich.

„Gemessen am Gesamtbudget oder Umsatz der Krankenhäuser sind diese Summen eher klein. Allerdings sind sie direkt ergebniswirksam und im Rahmen der Zweckbindung relativ frei verwendbar“, sagt Peter Magunia von Roland Berger. Dies mache die Fundraising-Einnahmen für Kliniken besonders wertvoll.

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