Innovation

Gentherapie: Merck meldet neue Technik zur Genveränderung

Die Entwicklung einer neuen Technologie soll helfen, Verunreinigungen im Syntheseprozess zu verhinden.

Die neue Technologie macht CHO-Zellen gegen das MVM-Virus immun. (Foto: Merck)

Die neue Technologie macht CHO-Zellen gegen das MVM-Virus immun. (Foto: Merck)

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck startete eine weltweit einzigartige Technik zur Genveränderung für die Modifizierung von CHO-Zelllinien, die gegen das Minute Virus of Mice (MVM) resistent sein sollen.

CHO-Zellen sind die mit am häufigsten verwendeten Zelllinien bei der Wirkstoffsynthese in der Biotechnologie. MVM-Viren sind daher besonders bei diesen Zellen gefährlich, denn sie sind eine Art Verunreinigung, die auch bei chemischen von tierischen Bestandteilen befreiten Herstellungsprozessen bestehen bleibt.

Die neue Centinel(TM)-Technologie von Merck zielt auf Gene ab, die bei einem Verdacht auf das MVM eine Rolle spielen. Die größten Auswirkungen solcher viraler Verunreinigungen gefährden Patienten, da der Zugang zu Behandlungen behindert wird. Die Centinel(TM)-Technologie stattet Hersteller mit einer weiteren Handlungsoption aus, um die Risiken im Zusammenhang mit einer MVM-Kontamination zu verringern und gleichzeitig das Niveau der Proteinqualität und der Zelllinien-Produktivität zu halten.

„Das Centinel(TM)-Programm ist nur ein Beispiel dafür, wie wir unser langjähriges Wissen zur und die Glaubwürdigkeit bei der Entwicklung von Prozessen, die Herstellung von biologischen Stoffen und Werkzeuge zur Genveränderung zusammenbringen, um die Sicherheit für unsere Kunden und deren Patienten zu erhöhen“, sagte Udit Batra, Mitglied des Merck Executive Board und CEO des Bereichs Life Science.

Mithilfe des Centinel(TM)-Programms kann Merck CHO-Zelllinien so verändern, dass diese resistent gegen MVM sind. Für diese Technologie, die beim Lösungsansatz zur Genveränderung mit dem Ziel einer Virenresistenz zum Einsatz kommt, ist ein Patentantrag eingereicht worden.

Der unternehmenseigene BioReliance®-Testservice ist in der Lage, die MVM-Resistenz zu bewerten und zu zeigen, dass das Virus nicht in der Zelllinie verbreitet ist. Alternativ dazu können Kunden die Zinkfingernukleasenpaare erwerben, um Zelllinien direkt zu entwickeln.

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