Krankenkassen

BKK fördert Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen

Um betrieblich bedingten Erkrankungen wie Rückenschäden vorzubeugen, startet der BKK-Dachverband eine neue Maßnahme

Die BKK will das betriebliche Gesundheitsmanagement fördern. (Foto: Flickr/Colin Howley/CC BY-ND 2.0)

Die BKK will das betriebliche Gesundheitsmanagement fördern. (Foto: Flickr/Colin Howley/CC BY-ND 2.0)

Die Betriebskrankenkassen bauen ihre Angebote im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und betriebliche Wiedereingliederung aus. „BGM-innovativ“, ein neues Programm zur Versorgung von Beschäftigten mit Muskel-Skelett-Erkrankungen, erhält in den kommenden vier Jahren eine Förderung aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses.

15 Betriebskrankenkassen werden BGM-innovativ in ihren traditionellen Trägerbetrieben durchführen. Einbezogen sind 22 Betriebsstandorte, an denen die Betriebskrankenkassen Beschäftigte in ganz unterschiedlichen Branchen und Arbeitsplätzen versichern – von industriellen Produktionsstätten bis hin zu Dienstleistungsunternehmen. Insgesamt sollen etwa 1.500 Versicherte am Projekt teilnehmen. Dabei sind folgende Betriebskrankenkassen: BKK Akzo Nobel Bayern, BMW BKK, BKK Freudenberg, BKK KBA, BKK Mahle, Novitas BKK, pronova BKK, BKK Public, BKK PwC, BKK Salzgitter, Siemens-Betriebskrankasse SBK, SKD BKK, TUI BKK, VIACTIV Krankenkasse, Wieland BKK. Der BKK Dachverband, die politische Interessenvertretung von 82 Betriebskrankenkassen und vier BKK Landesverbänden mit rund zehn Millionen Versicherten, übernimmt die Projektleitung.

„BGM-innovativ ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein außergewöhnliches Projekt. Es überwindet das Problem, dass den Betroffenen heute meist zu spät, zu unspezifisch und wenig nachhaltig geholfen wird. Wir jedoch leiten in enger Zusammenarbeit von BKK-Fallmanagern und Betriebsärzten die optimale arbeitsplatzbezogene und individuell zugeschnittene Versorgung ein. Außerdem handeln wir sozialversicherungsübergreifend in intensiver Kooperation mit den Rentenversicherungsträgern. Dies ermöglicht eine zügige Inanspruchnahme der notwendigen Rehabilitationsmaßnahmen. Entscheidender Vorteil für die Versicherten: Durch unser BKK-Fallmanagement werden die Versicherten intensiv bei der Inanspruchnahme und Durchführung des Projektes betreut“, erklärt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. „Hier wird die Stärke der Betriebskrankenkassen deutlich: die Förderung und Verbesserung der Gesundheit im Setting Betrieb“, so Knieps weiter.

Projektstart ist am 1. Januar 2017, Ende 2020 werden die Evaluationsergebnisse vorliegen. Das Förderbudget beträgt 3,7 Millionen Euro. Ist das Projekt erfolgreich, soll es in die Regelversorgung übergehen, d.h. das Programm ist dann grundsätzlich offen für alle Krankenkassen und deren Versicherte. Geplant ist außerdem, die Versorgung auf weitere Indikationen (Erkrankungen) auszuweiten. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) und vom Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie (IMSIE) der Universität zu Köln.

Der Innovationsfonds ist ein auf zunächst vier Jahre angelegtes Förderprogramm zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten in besonders relevanten Themenfeldern.

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