Wirtschaft

Dialyseunternehmen FMC fürchtet Gegenwind in den USA

Durch eine neue Verordnung drohen dem Dialyseunternehmen Fresenius Medical Care erhebliche Einbußen in den USA.

FMC ist auf die Dialyse spezialisiert. (Foto: Flickr/Hey Paul Studios/CC BY 2.0)

FMC ist auf die Dialyse spezialisiert. (Foto: Flickr/Hey Paul Studios/CC BY 2.0)

Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) befürchtet im wichtigen US-Geschäft Einbußen, weil Plänen der US-Behörde CMS zufolge Wohltätigkeitsorganisationen bestimmten Dialysepatienten keine Zuschüsse mehr für Zusatzversicherungen bezahlen dürfen. „Die 2000 Patienten machen den Kohl nicht fett“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Aber offenbar befürchteten Investoren, dass die Beschränkungen auf weitere Patientengruppen ausgedehnt würden.

Die betroffenen Patienten würden nur noch eine Basisversorgung erhalten und FMC eine geringere Vergütung für ihre Behandlung, teilte FMC am Wochenende mit. Sollte die Verordnung wie geplant zum 13. Januar in Kraft treten, „könnten hieraus erheblich nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft resultieren“, so FMC.

Von der neuen Vorschrift könnten zwischen 700 und 2.000 Patienten in den USA betroffen sein, erklärte die Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius, die in den USA insgesamt mehr als 180.000 Patienten behandelt. FMC, andere Dialyseanbieter und Patientenvertreter hätten eine Klage mit dem Ziel eingereicht, die Verabschiedung der Verordnung anzufechten und ihr Wirksamwerden zu verhindern. Mit den Ankündigungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama zurückzufahren, haben die CMS-Pläne nichts zu tun.

Die USA sind für FMC mit Abstand der wichtigste Markt. Änderungen im US-Gesundheitssystem können deshalb große Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Von 2013 bis 2015 verzeichnete FMC wegen Kürzungen im US-Gesundheitssystem rückläufige Gewinne. Im vergangenen Jahr ging es jedoch wieder bergauf, unter anderem wegen leicht angehobener Erstattungssätze für staatlich krankenversicherte Patienten in den USA, gesunkener Behandlungskosten und eines Sparprogramms.

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