Analyse

Durchschnittsalter der Deutschen legt deutlich zu

Der Altersschnitt ist seit 1995 von 40,0 auf 44,2 Jahre gestiegen. Ältestes Bundesland ist Sachsen-Anhalt mit 47,4, jüngstes Hamburg mit 42,3 Jahren. Auf Kreisebene sind Dessau-Roßlau und das Altenburger Land am ältesten, Freiburg am jugendlichsten. Der Unterschied zwischen diesen Regionen beträgt fast zehn Jahre.

Wegen der Zu- und Abwanderung der Menschen altern die Regionen unterschiedlich schnell. (Foto: Flickr/Frank Michel/CC BY 2.0)

Wegen der Zu- und Abwanderung der Menschen altern die Regionen unterschiedlich schnell. (Foto: Flickr/Frank Michel/CC BY 2.0)

Die steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenzahlen treiben das Durchschnittsalter in Deutschland immer weiter nach oben. Die Bevölkerung ist innerhalb von nur zwei Jahrzehnten um 4,2 Jahre gealtert und zählt inzwischen 44,2 Lenze. Das zeigt eine Auswertung der Initiative „7 Jahre länger“ auf Basis der finalen Bevölkerungsdaten des Statistischen Bundesamtes für 2015.

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Wegen der Zu- und Abwanderung der Menschen altern die Regionen unterschiedlich schnell. In Gebieten, die unter hoher Abwanderung leiden, sind die Bewohner eher überdurchschnittlich alt. Die älteste Bevölkerung aller Bundesländer hat Sachsen-Anhalt mit 47,4 Jahren; die jüngste mit 42,3 Jahren Hamburg.1995 lag die Differenz zwischen ältestem und jüngstem Bundesland nur bei 3,6 Jahren.

Noch größer ist das Gefälle auf Kreisebene. In Dessau-Roßlau und im Altenburger Land liegt das Durchschnittsalter inzwischen bei 49,8 Jahren. Freiburg in Baden-Württemberg kommt als jüngster Kreis hingegen nur auf 40,2 Lenze – fast zehn Jahre weniger.

Am bundesweit schnellsten gealtert ist die Bevölkerung seit 1995 in Suhl – um 10,5 Jahre. Mit durchschnittlich 49,4 Lenzen liegt die kreisfreie Stadt in Thüringen zugleich auf Platz 3 der bundesweit ältesten Regionen. Auf der anderen Seite gibt es auch ein paar Kreise, die sich seit 1995 verjüngt haben. Dazu zählt Frankfurt am Main, wo das Durchschnittsalter um 0,7 auf 40,8 Jahre gesunken ist. In Darmstadt und Trier sind die Einwohner heute ebenfalls etwas jünger als vor 20 Jahren.

Im Vorjahr geriet die Alterung ins Stocken. Wegen der hohen Zuwanderung junger Menschen aus dem Ausland sank das Durchschnittsalter um 0,1 auf 44,2 Jahre. Es war der erste Rückgang seit der Wiedervereinigung.

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