Wirtschaft

Dialyse-Streit in den USA: FMC setzt sich vorläufig durch

Fresenius Medical Care (FMC) hat im Streit über Zuschüsse für Dialysepatienten in den USA einen Etappensieg erzielt.

Dialysefirmen hoffen, dass US-Präsident Donald Trump das Thema anders bewerten wird. (Foto: Flickr/Bernard Spragg. NZ/CC0 1.0)

Dialysefirmen hoffen, dass US-Präsident Donald Trump das Thema anders bewerten wird. (Foto: Flickr/Bernard Spragg. NZ/CC0 1.0)

Ein von FMC und anderen Dialyseanbietern angerufenes Gericht hat einen Vorstoß der US-Gesundheitsbehörde CMS, der die Unternehmen belasten würde, bis auf weiteres gestoppt. Das berichtet Reuters unter Berufung auf den Dialysekonzern. Eine entsprechende einstweilige Verfügung bleibe aber auf unbestimmte Zeit bestehen. Sie gelte solange das Gericht sie nicht ändere.

Laut der CMS-Verordnung soll die Wohltätigkeitsorganisation American Kidney Fund Dialysepatienten künftig keine Zuschüsse mehr für Zusatzversicherungen zahlen dürfen. Die Patienten würden dann nur noch eine Basisversorgung erhalten – und FMC sowie Konkurrenten wie DaVita und US Renal eine deutlich niedrigere Vergütung für ihre Behandlung. Das hätte laut FMC erheblich nachteilige Auswirkungen aufs eigene Geschäft.

Von der neuen Vorschrift könnten zwischen 700 und 2.000 Patienten in den USA betroffen sein, erklärte die Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius, die in den USA insgesamt mehr als 180.000 Patienten behandelt. „Die 2000 Patienten machen den Kohl nicht fett“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Aber offenbar befürchteten Investoren, dass die Beschränkungen auf weitere Patientengruppen ausgedehnt würden.

Die USA sind für FMC mit Abstand der wichtigste Markt. Änderungen im US-Gesundheitssystem können deshalb große Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Von 2013 bis 2015 verzeichnete FMC wegen Kürzungen im US-Gesundheitssystem rückläufige Gewinne. Im vergangenen Jahr ging es jedoch wieder bergauf, unter anderem wegen leicht angehobener Erstattungssätze für staatlich krankenversicherte Patienten in den USA, gesunkener Behandlungskosten und eines Sparprogramms.

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