Analyse

Beschäftigungszuwachs in Gesundheitsberufen verlangsamt sich

Die Zahl der Beschäftigten in Gesundheitsberufen wächst, jedoch langsamer als in den Jahren zuvor. Der positive Beschäftigungstrend ist insbesondere dem Wachstum der Beschäftigten in den Berufen der Altenpflege und in den anderen Berufen des Gesundheitswesens geschuldet

Bis 2060 soll die Zahl der Pflegebedürftigen auf 4,7 Millionen steigen. (Foto: Flickr/Myfuture.com/CC by nd 2.0)

Bis 2060 soll die Zahl der Pflegebedürftigen auf 4,7 Millionen steigen. (Foto: Flickr/Myfuture.com/CC by nd 2.0)

Zum 31. Dezember 2015 übten 2,8 Millionen Beschäftigte in Deutschland einen medizinischen Gesundheitsberuf aus, berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis). Das waren 47.000 mehr als Ende 2014. Demnach stieg die Zahl der Beschäftigten in medizinischen Gesundheitsberufen mit plus 1,7 Prozent aber schwächer als in den beiden Vorjahren (2014: plus 59.000 oder plus 2,2 Prozent, 2013: plus 76.000 oder plus 2,9 Prozent).

Zu den Beschäftigten in medizinischen Gesundheitsberufen zählen die Beschäftigten in der Gesundheits- und Krankenpflege einschließlich Rettungsdienst und Geburtshilfe (2015: plus 16.000 oder plus 1,6 Prozent), in der Arzt- und Praxishilfe (plus 10.000 oder plus 1,5 Prozent), in der nichtärztlichen Therapie und Heilkunde plus 10.000 oder plus 2,6 Prozent) sowie der Human- und Zahnmedizin (plus 7.000 oder plus 1,5 Prozent).

Insgesamt waren zum 31.12.15 rund 5,3 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Im Vergleich zu 2014 ist die Zahl um 112.000 (plus 2,2 Prozent) gestiegen. Der positive Beschäftigungstrend ist vor allem dem Wachstum in den Berufen der Altenpflege (plus 25.000) und in den anderen Berufen des Gesundheitswesens (plus 38.000) geschuldet.

2015 stieg das Personal in den (teil-)stationären Einrichtungen stärker (plus 45.000 oder plus 2,4 Prozent) als in den ambulanten Einrichtungen (plus 41.000 oder 1,9 Prozent). Überdurchschnittlich ist die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2015 in der (teil-)stationären Pflege gewachsen (plus 29.000 oder plus 4,5 Prozent): Deutlich erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten in anderen Berufen des Gesundheitswesens (plus 23.000). Beschäftigungszuwächse gab es im Jahr 2015 in allen ambulanten Einrichtungen, allerdings in einem unterschiedlichen Ausmaß: Während die Zahl der Beschäftigten in der ambulanten Pflege am stärksten wuchs (plus 18.000 oder plus 5,4 Prozent), stieg die Zahl der Beschäftigten in Arztpraxen am geringsten (plus 3.000 oder plus 0,5 Prozent).

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