Studie

Antibiotika-Einsatz könnte zum Bienensterben beitragen

Ein Zuviel an bestimmten Antibiotika kann Bienen schaden. Vermutlich werden bestimmte Darmbakterien abgetötet.

Der Einsatz von Antibiotika bei der Zucht könnte ein Faktor beim Bienensterben sein. (Foto: Flickr/Markus Trienke/CC BY-SA 2.0)

Der Einsatz von Antibiotika bei der Zucht könnte ein Faktor beim Bienensterben sein. (Foto: Flickr/Markus Trienke/CC BY-SA 2.0)

US-Forscher haben festgestellt, dass Bienen nach einer fünftägigen Behandlung mit dem gängigen Breitband-Antibiotikum Tetracyclin ein doppelt so hohes Risiko wie unbehandelte Bienen hatten, in der Woche darauf zu sterben. Der Einsatz von Antibiotika in der Bienenzucht könnte ein Faktor beim Bienensterben der vergangenen Jahre sein, vermuten die Wissenschaftler.

Die Forscher der University of Austin schreiben in „PLOS Biology“, dass das Medikament bei den Bienen vermutlich bestimmte Darmbakterien abtötet, die eine schützende Funktion vor den potenziell schädlichen Serratia-Darmbakterien haben. Deren Zahl war bei den behandelten Bienen erhöht. Serratia-Bakterien können – in seltenen Fällen – auch bei immunschwachen Menschen und Frühgeborenen Infektionen auslösen, berichtet die dpa. Die Forscher vermuten darum, dass ein Zuviel an Antibiotika bei ihnen möglicherweise ebenfalls das Erkrankungsrisiko erhöhen könnte.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.