Wirtschaft

Galenica gibt Startschuss für Milliarden-Börsengang

Die Schweiz steht vor einem der größten Börsengänge seit Jahren. Galenica will bis zu 86 Prozent der Tochterfirma veräußern.

Die Mittel des Börsengangs von Galenica Sante sollen in das zweite Standbein Pharma fließen. (Quelle: Flickr/Marcel Grieder/CC BY 2.0)

Die Mittel des Börsengangs von Galenica Sante sollen in das zweite Standbein Pharma fließen. (Quelle: Flickr/Marcel Grieder/CC BY 2.0)

Durch den Verkauf von bis zu 86 Prozent seines abgespaltenen Apothekengeschäfts will der Gesundheitskonzern bis zu 1,68 Milliarden Franken (1,57 Milliarden Euro) einsammeln, berichtet Reuters. Die Aktien von Galenica Sante sollen 31 bis 39 Franken kosten. Die Anteile können bis 6. April gezeichnet werden. Der Handel an der Züricher Börse soll am 7. April starten.

Der Erlös soll ins zweite Standbein des Konzerns, das Pharmageschäft Vifor Pharma, fließen. Mit dem Geld will Vifor unter anderem die 1,5 Milliarden Dollar schwere Übernahme der US-Biotechfirma Relypsa refinanzieren. Mittelfristig will Galenica das Apothekengeschäft, das 2016 auf einen Umsatz von drei Milliarden Franken kam, vollständig veräußern.

Sante-Präsident Jörg Kneubühler hatte die Firma zuletzt als Dividenden-starkes Unternehmen beworben: 2018 dürfen die Aktionäre mit 80 Franken pro Aktie rechnen. In den Jahren danach lautet das Ziel, mehr als 65 Prozent des Gewinns auszuschütten. Zu den derzeit rund 500 Apotheken sollen jährlich bis zu 15 neue hinzukommen.

Über einen Geldsegen aus dem Börsengang freuen dürfen sich neben Galenica-Großaktionär und Präsident Etienne Jornod auch die beiden Investoren Martin Ebner und Remo Stoffel. Sie besitzen Reuers-Daten zufolge Galenica-Pakete von 17 und acht Prozent.

Galenica Sante ist einer der größten Börsengänge in der Schweiz seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008. Vor gut zwei Jahren hatte der Telekomkonzern Sunrise 2,3 Milliarden Franken eingesammelt, 2013 erlöste die Konsumkreditbank Cembra 1,1 Milliarden Franken. Vergangenes Jahr hatten fünf Unternehmen ihr Debüt auf dem Schweizer Börsenparkett gefeiert. Experten rechnen dieses Jahr mit einer ähnlichen Zahl von Börsengängen.

Der Sante-Börsengang liegt in den Händen von Citigroup, Credit Suisse und UBS. Mit an Bord sind auch Deutsche Bank, Baader Bank, Bank am Bellevue, Bank Vontobel und Zürcher Kantonalbank (ZKB).

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