Gesundheitswirtschaft

Sanofi erwägt Zukäufe bei Diabetes-Geräten

Sanofi erwägt sein Diabetesgeschäfts mit medizinischen Geräten zu stärken. Die Medikamentensparte bleibt derweil unter Druck.

Sanofi leidet unter dem Patentverlust seines Kassenschlagers Lantus. (Foto: Flickr/David Holt/CC BY 2.0)

Sanofi leidet unter dem Patentverlust seines Kassenschlagers Lantus. (Foto: Flickr/David Holt/CC BY 2.0)

Sanofi werde sich Geschäfte anschauen, die zum Verkauf gestellt würden, sagte der Leiter des weltweiten Diabetesgeschäfts, Stefan Oelrich. „Aber ich kann ihnen nicht mit Sicherheit sagen, dass wir das machen werden.“ Das eigene Geschäft von Sanofi mit Diabetes-Produkten wie Blutzuckermessgeräte sei sehr klein.

Erst kürzlich hatte der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson&Johnson sein Diabetes-Geschäft auf den Prüfstand gestellt und erwägt unter anderem einen Verkauf, berichtet Reuters. Auch Roche wurde ein Verkauf seines Diabetesgeschäfts nachgesagt. Der Schweizer Pharmakonzern, der Marktführer in der Blutzuckermessung ist, hatte das aber zurückgewiesen und will den Bereich sogar ausbauen.

Bei Sanofi bleibt das Geschäft mit Diabetesmedikamenten noch bis 2018 unter Druck. Der Konzern gehe unverändert von einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von vier bis acht Prozent von 2015 bis 2018 aus, sagte Oelrich. Danach solle der Bereich wieder auf Wachstumskurs zurückkehren. „Wenn wir Lantus nicht berücksichtigen, würden wir wie verrückt wachsen.“ Mit dem Mittel setzt Frankreichs größter Pharmakonzern so viel um wie mit keinem anderen Medikament, Sanofi leidet aber unter dem Patentverlust seines Kassenschlagers. 2016 war der Umsatz mit Lantus um mehr als neun Prozent auf 5,7 Milliarden Euro gesunken. Deutlich zulegen konnte dagegen das neue Diabetes-Mittel Toujeo, das Sanofi 2015 auf den Markt gebracht hatte.

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