Analyse

Fastenzeit: Jeder achte Bundesbürger hat Verzicht geübt

Zwölf Prozent der Bundesbürger haben in diesem Jahr an der Fastenzeit teilgenommen. 70 Prozent von ihnen haben es geschafft, konsequent Verzicht zu üben.

Die Deutschen haben vor allem auf Süßigkeiten verzichtet. (Foto: Flickr/ Pulpolux !!!/CC by nc 2.0)

Die Deutschen haben vor allem auf Süßigkeiten verzichtet. (Foto: Flickr/ Pulpolux !!!/CC by nc 2.0)

Am häufigsten wurde dabei Süßes vermieden. Dies zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Befragung der mhplus Krankenkasse unter 1.000 Bundesbürgern zum Ende der Fastenzeit.

Die Fastenzeit ist vor allem bei jungen Menschen beliebt: 17 Prozent der 18- bis 34-Jährigen haben daran teilgenommen, bei den über 55-Jährigen waren es nur 9 Prozent. Am beliebtesten war dabei neben dem Weglassen von Süßem Enthaltsamkeit bei Zigaretten oder Alkohol. Dagegen hat nur ein kleiner Teil die Fastenzeit genutzt, um auf Fernsehen, Videospiele oder Internet zu verzichten. Drei von vier Teilnehmern ziehen eine positive Bilanz und sind überzeugt, auch danach bewusster zu leben.

Doch nicht alle Bundesbürger halten viel von den sieben Wochen Enthaltsamkeit vor Ostern: 80 Prozent aller Befragten sind der Überzeugung, fasten sei wenig effektiv. Wichtiger sei es, dauerhaft gesund zu leben.

Am Beispiel Zucker zeigt sich, was die Fastenzeit leisten kann. In diesen sieben Wochen schauen sich viele Menschen zum ersten Mal gezielt beim Einkauf die Inhaltsstoffe an. Sie werden dann feststellen, dass in sehr vielen Lebensmitteln Zucker enthalten ist. Auch in solchen, bei denen das nicht erwartet wird, wie in Fischkonserven, Saucenbindern oder Fertigsalaten. „Zucker ist ein Geschmacksträger und daher in den meisten Fertiggerichten enthalten. Auch dies ist ein Grund, dass die Bundesbürger bei weitem zu viel Zucker konsumieren. Bei 25 Gramm liegt die empfohlene Tagesdosis, der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch beträgt jedoch 100 Gramm“, so Stefanie Steub, Expertin für Gesundheitsförderung bei der mhplus Krankenkasse. „Zucker trägt zur Entstehung einer ganzen Reihe von Krankheiten bei. Inzwischen ist belegt, dass die Gesundheitsgefahren noch viel weiter reichen und Zucker über Diabetes Typ II und Karies hinaus mit vielen weiteren Zivilisationskrankheiten direkt in Verbindung steht.“

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