Analyse

Knapp jeder Zehnte nutzt eine Smartwatch oder ein Fitnessband

Knapp neun Prozent der Deutschen verwendet inzwischen ein sogenanntes „Wearable“. Fitnesstracker oder Smartwatches können praktisch sein, bergen aber auch Risiken.

Kampf dem Winterspeck und ab sofort mehr Bewegung. Gute Vorsätze wie diese prägen traditionell den Start in den Frühling. Aber auch sonst liegt eine gesundheitsbewusste Lebensweise bei den Deutschen im Trend – am liebsten mit dem elektronischen Fitnesscoach am Handgelenk. Knapp jeder Zehnte (9 Prozent) verwendet inzwischen ein „Wearable“. Das ergab eine repräsentative forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt.*

Als Wearables werden Fitnesstracker oder Smartwatches bezeichnet, die verschiedene Werte wie den Puls, die tägliche Schrittzahl oder den Kalorienverbrauch messen. „Wearables motivieren ihre Träger zu einer gesundheitsbewussten Lebensweise. Sie zeichnen erbrachte Leistungen auf und machen damit die Fortschritte sichtbar“, sagt Nicole Canbaz, Vorsorgeexpertin von CosmosDirekt. „Über den gesundheitlichen Nutzen hinaus können die Träger von Wearables inzwischen auch in finanzieller Hinsicht profitieren. So belohnen erste Versicherer ihre Kunden mit Nachlässen bei der Versicherungsprämie, wenn sie gesundheitsbewusst leben und sportlich aktiv sind. Zusätzlich gewähren einige Anbieter auch Rabatte bei Kooperationspartnern.“

Die Fitness-Helfer sind aber nicht unumstritten. Verbraucherschützer aus Nordrhein-Westfalen haben führende Anbieter von Fitness-Armbändern, Computer-Uhren und entsprechender Apps wegen ihrer Datenschutz-Bestimmungen abgemahnt. Mit Apple, Garmin, Fitbit, Jawbone, Polar, Runtastic, Striiv, UnderArmour und Withings sind die bekanntesten Namen der Branche betroffen, so die dpa. „Aufgrund ihrer rechtlichen Analyse kommen die Marktwächterexperten zu dem Schluss, dass die geprüften Anbieter Nutzer häufig darüber im Unklaren lassen, was mit den gesammelten Daten passiert“, so die Verbraucherschützer. So behielten sich sechs Anbieter das Recht vor, Änderungen in Datenschutzerklärungen jederzeit und ohne aktive Information des Nutzers vornehmen zu können. Fünf hielten es sich offen, personenbezogene Daten ihrer Nutzer bei Fusion oder Übernahme durch andere Unternehmen weiterzugeben.

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