Analyse

Im Ernstfall wählen die Deutschen meist die 112

Wer in Deutschland medizinische Hilfe braucht, würde in den häufigsten Fällen die 112 wählen.

Im Notfall wählen die meisten altbekannte Nummern. (Foto: Flickr/Tom Godber)

Im Notfall wählen die meisten altbekannte Nummern. (Foto: Flickr/Tom Godber)

Wie eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“* herausfand, wenden sich drei Viertel der Frauen und Männer (77,9 Prozent) im Ernstfall an diese Notrufnummer. Jeder Vierte (27,0 Prozent) würde die 110 wählen. Kaum im Bewusstsein scheint die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 zu sein (5,4 Prozent). Diese deutschlandweit einheitliche und kostenlose Rufnummer wurde im April 2012 eingeführt. Man erreicht durch sie niedergelassene Ärzte, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln, egal ob nachts, an Wochenenden oder Feiertagen.

„Der Bereitschaftsdienst – auch als Notdienst oder Notfalldienst bekannt – wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen organisiert und ist zuständig, wenn der Patient den Eindruck hat, mit einer Erkrankung, die nicht lebensbedrohlich ist, nicht bis zum nächsten Tag auf eine ärztliche Behandlung warten zu können“, informiert die Verbraucherzentrale. Dies sei zum Beispiel bei hohem Fieber bei einem grippalen Infekt, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall bei Magen-Darm-Erkrankungen oder starken Kopfschmerzen bei Migräne der Fall.

Die Anrufzentrale verweist die Patienten an spezielle Bereitschaftsdienstpraxen, die im Krankheitsfall aufgesucht werden können. Hör- und Sprachgeschädigte können sich mit einem Faxformular an den Bereitschaftsdienst wenden. Zusätzlich versorgt in dringenden Fällen ein fahrender ärztlicher Bereitschaftsdienst zu Hause, wenn der Gesundheitszustand es nicht ermöglicht in eine Praxis zu kommen oder die Bereitschaftspraxen nicht besetzt sind. „Der ärztliche Bereitschaftsdienst versorgt sowohl Kassen- als auch Privatpatienten. Die Kosten der Behandlung werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen (…) übernommen.“

*Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.012 Frauen und Männern ab 14 Jahren.

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