Analyse

Fitness und Schönheit: Das Wellcare-Geschäft boomt

Ein wachsendes Gesundheits- und Schönheitsbewusstsein der Verbraucher verschafft der Medizin- und Wellnessbranche weltweit Auftrieb.

Marktchancen sehen die Autoren gerade für digitale Gesundheits- und Fitnessanwendungen. (Quelle: Flickr/N i c o l a/CC BY 2.0)

Marktchancen sehen die Autoren gerade für digitale Gesundheits- und Fitnessanwendungen. (Quelle: Flickr/N i c o l a/CC BY 2.0)

Laut einer StudieThe Rise of Wellcare: A new business at the nexus of health, food and beauty“ der Strategieberatung PwC Strategy& unter 1.000 Befragten dürfte der sogenannte Wellcare-Markt mit einem Volumen von derzeit geschätzten 580 Milliarden Euro pro Jahr künftig weiter deutlich zulegen. Hierzu gehören spezielle Nahrungsergänzungsmittel ebenso wie Gesundheits-, Fitness- und Kosmetikprodukte sowie Wellnessbehandlungen, aber auch digitale Fitness-Helfer.

In einer repräsentativen Umfrage in Deutschland gab knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) an, mindestens ein bis zwei Mal pro Woche Sport zu treiben, „allerdings bedeutet dies auch, dass etwas mehr als die Hälfte unregelmäßig oder gar nicht aktiv ist“, zitiert die dpa die Autoren der Studie. Jeder zehnte Mann gab an, überhaupt nichts für Gesundheit oder Fitness zu tun.

Marktchancen sehen die Autoren gerade für digitale Gesundheits- und Fitnessanwendungen. Denn trotz des großen Angebots steht der Trend zu digitalen Services mit dem Zweck der Förderung von Fitness, Gesundheit und Aussehen der Konsumenten derzeit noch am Anfang. So nutzen derzeit 14 Prozent der Befragten spezielle Apps fürs Lauftraining und andere Übungen. Elf Prozent verwenden Fitness-Tracker oder smarte Multisportuhren, und 30 Prozent der Befragten gaben an, sich in absehbarer Zeit einen Tracker zulegen zu wollen, wobei sich vor allem jüngere Menschen zwischen 18 und 39 Jahren interessiert zeigten.

Zudem besteht eine gewisse Bereitschaft, erfasste Gesundheitsdaten mit Dritten zu teilen, wie die Befragung zeigt: 46 Prozent wären demnach bereit, solche Daten ihrem Arzt mitzuteilen, knapp ein Viertel würde sie mit der Krankenkasse teilen. Immerhin noch zwei Prozent der Befragten zeigte sich bereit, Daten über ihren Gesundheitszustand an den Arbeitgeber zu übermitteln.

 

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.