Analyse

Terroranschläge bereiten den Deutschen die größte Angst

Die Deutschen fürchten sich einer Umfrage zufolge am meisten vor Terroranschlägen.

Was macht den Deutschen Angst? (Foto: Flickr/Helen Harrop(CC by sa 2.0)

Was macht den Deutschen Angst? (Foto: Flickr/Helen Harrop(CC by sa 2.0)

Sorgen bereiten ihnen auch rechte und linke Extremisten und negative Folgen der Flüchtlingswelle, wie aus der Umfrage „Die Ängste der Deutschen 2017“ der R+V Versicherung hervorgeht. „Die Angst vor Terroranschlägen liegt mit deutlichem Abstand auf Platz eins und erreicht mit über 70 Prozent einen der höchsten Werte, der jemals in der Langzeitstudie gemessen wurde“, zitiert die Nachrich-tenagentur Reuters R+V-Expertin Brigitte Römstedt. Die Deutschen reagierten mit großer Sorge auf aktuelle Sicherheitsprobleme.

Zum 26. Mal wurden rund 2400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt. Wie im vergangenen Jahr belegen die Ängste vor Terror (71 Prozent) und politischem Extremismus (62 Prozent) die Spitzenplätze. 61 Prozent der Bun-desbürger befürchten zudem, dass es durch einen weiteren Zuzug von Ausländern zu Spannungen zwischen Deutschen und bereits hier lebenden Ausländern kommen könnte. Zudem seien Ängste vor Naturkatastrophen und Schadstoffen in Lebensmitteln gestiegen, hieß es in der Studie.

58 Prozent der Befragten fürchten sich außerdem vor den Kosten für die Steuerzahler durch die EU-Schuldenkrise. Eine Überforderung von deutschen Behörden durch Flüchtlinge nannten 57 Prozent als Sorge, 55 Prozent ängstigen sich vor einer Überforderung der Politiker. 52 Prozent der Deutschen sind in Sorge, im Alter pflegebedürftig zu werden.

Geringer als je zuvor sind die Ängste vor Arbeitslosigkeit und einer Verschlechterung der Wirt-schaftslage. Mit 17 Prozentpunkten am stärksten gesunken ist die Befürchtung, dass die Arbeitslo-senzahlen in Deutschland ansteigen könnten. Sie liegt mit 26 Prozent auf dem vorletzten Platz. Fast ebenso gering ist die Angst vor dem Verlust des eigenen Jobs (minus 11 Prozentpunkte auf 27 Prozent). Die Furcht vor einem Abwärtstrend der Wirtschaft ist um 15 Prozentpunkte auf 37 Pro-zent abgesackt – und damit ebenfalls auf Rekordtief.

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