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Bill Gates: 50 Millionen Dollar für Alzheimer-Forschung

Gegen Malaria, Aids und Tuberkulose kämpft Bill Gates bereits. Jetzt will der Milliardär auch Alzheimer angehen.

Bill Gates investiert auch aus persönlichen Gründen in die Alzheimer-Forschung. (Foto: Flickr/DFID - UK Department for International Development/CC BY 2.0)

Bill Gates investiert auch aus persönlichen Gründen in die Alzheimer-Forschung. (Foto: Flickr/DFID – UK Department for International Development/CC BY 2.0)

Microsoft-Gründer und US-Milliardär Bill Gates unterstützt die Alzheimer-Forschung mit 50 Millionen Dollar. Er sei zuversichtlich, dass es der Wissenschaft gelingen könne, den Verlauf der Krankheit zu verändern und ihre Schwere zu verringern, schrieb Gates in seinem Blog. „Wir machen bereits Fortschritte, aber wir müssen mehr tun.“

Daher habe er in einem ersten Schritt persönlich 50 Millionen US-Dollar (rund 43 Millionen Euro) in den Dementia Discovery Fund (DDF) investiert, einen Risikokapitalfonds, der etwa Geld in Start-ups anlegt, die neue Methoden zur Behandlung von Demenz entwickeln, so die dpa. Die in London ansässige Organisation wird von der Regierung, Stiftungen und der Pharma-Branche unterstützt. Wenn die ersten Alzheimer-Therapien auf dem Markt seien, werde die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung Geld investieren, um die Medikamente auch in ärmere Länder zu bringen.
Alzheimer sei eine furchtbare Krankheit, die verheerende Folgen für Betroffene und ihre Liebsten zugleich habe, schrieb Gates. Er habe dies selbst erfahren müssen, da mehrere Männer in seiner Familie an Alzheimer gelitten hätten. Es sei furchtbar, mit ansehen zu müssen, wie die Krankheit geliebten Menschen den Verstand raube und es kein Mittel dagegen gebe. „Es fühlt sich an, als ob man einen graduellen Tod des Menschen, den man kannte, miterlebt.“ Seine persönlichen Erfahrungen seien nicht der einzige Grund für seine Entscheidung gewesen. „Aber sie haben mich erfahren lassen, wie hoffnungslos man sich fühlt, wenn man selbst oder ein geliebter Mensch die Krankheit bekommt.“

„Die Alzheimer-Krankheit ist eine hirnorganische Krankheit“, informiert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. „Sie ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer (1864 – 1915) benannt, der die Krankheit erstmals im Jahre 1906 wissenschaftlich beschrieben hat.“

Der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer Alzheimer-Krankheit sei das Alter. Nur in seltenen Fällen seien die Betroffenen jünger als 60 Jahre. Kennzeichnend für die Erkrankung sei der langsam fortschreitende Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten. Im Gehirn von Alzheimer-Kranken seien typische Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques) festzustellen.

„Zum Krankheitsbild gehören Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie Veränderungen der Persönlichkeit. Diese Störungen sind bei den Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt und nehmen im Verlauf der Erkrankung zu“, so die Selbsthilfeorganisation. Sie machten die Bewältigung des normalen Alltagslebens immer schwieriger.

Die Patienten seien zunehmend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Die jeweiligen Anforderungen an Betreuung, Pflege, Therapie und ärztliche Behandlung seien dabei sehr unterschiedlich. Denn Alzheimer-Kranke seien keine einheitliche Gruppe, sondern Individuen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen, Kompetenzen und Defiziten, die in unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Situationen leben.

 

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