Pharma

Qiagen will Diagnostik-Standort Manchester weiter ausbauen

Qiagen will seinen Standort im Zuge einer Wirtschaftskampagne der britischen Regierung weiter ausbauen.

Das deutsche Biotechnologieunternehmen habe bereits eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, sagte ein Sprecher auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der Financial Times. Anfang 2018 sollen die Pläne dann besiegelt werden. Genauer wolle Qiagen in Kürze über das Vorhaben informieren, mit dem Qiagen neue Stellen schaffen wolle, so der Sprecher. Angaben zu den geplanten Investitionen und der Zahl der neuen Jobs machte er laut dpa nicht.

Die FT hatte von einer Investitionssumme von mehreren Hundert Millionen Pfund und dem Aufbau von bis zu 800 neue Stellen berichtet. Diese Zahlen gelten aber nicht für Qiagen allein, sondern für den gesamten Campus, sagte der Sprecher. Laut dem Blatt hat neben dem deutschen TecDax-Unternehmen auch der US-amerikanische Pharmakonzern Merck der britischen Regierung Zusagen gemacht. Dieser will demnach eine Milliarde Pfund (rund 1,12 Milliarden Euro) in ein Forschungszentrum in London investieren und dort bis zu 950 Arbeitsplätze schaffen.

Die Investitionszusagen der beiden Unternehmen seien ein Teil der Wirtschaftskampagne der politisch angeschlagenen Premierministerin Theresa May. Sie wolle damit zeigen, dass sich die britische Wirtschaft auch nach dem Brexit lebhaft entwickeln kann. Dazu soll unter anderem die Forschung von Pharma- und Biotechnologieunternehmen, in der Großbritannien ohnehin bereits stark ist, weiter ausgebaut werden.

Qiagen selbst ist schon seit vielen Jahren in Manchester engagiert und hat sich an dem Standort auf Produkte für die molekulare Diagnostik spezialisiert. Nach einer Übernahme im Jahr 2009 wurde der Standort zuletzt im Jahr 2015 erweitert. Aktuell arbeiten dort laut dem Sprecher 270 Menschen für Qiagen.

 

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