Kinder und Jugendliche mit besonderem Versorgungsbedarf im Follow-up: Ergebnisse der KiGGS-Studie 2003 – 2012 – Focus – JoHM 4/2017

Weltweit ist die Häufigkeit chronischer Erkrankungen bei Kindern stark angestiegen. Chronisch kranke Kinder und ihre Familien haben diagnoseübergreifend besondere Herausforderungen zu meistern. Dazu gehört ein erschwerter Übergang in das Erwachsenenalter mit veränderten Versorgungsbedingungen und Zuständigkeiten. An einer Untergruppe der KiGGS-Kohorte wird untersucht, welche Chance chronisch kranke Kinder und Jugendliche haben, im jungen Erwachsenenalter ein Leben zu nführen, ohne sich chronisch krank oder gesundheitsbedingt eingeschränkt zu fühlen und zum anderen, welche Faktoren mit einem ungünstigen Verlauf beim Übergang ins junge Erwachsenenalter zusammenhängen.
Die KiGGS-Kohorte ist die Längsschnittkomponente der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) des Robert Koch-Instituts, in der die 0- bis 17-jährigen Teilnehmenden der bevölkerungsbasierten KiGGS-Basiserhebung (2003 – 2006; Untersuchungs- und Befragungssurvey; n = 17.641) nachbeobachtet werden. In die Analyse einbezogen werden alle zum Zeitpunkt der ersten telefonischen Folgebefragung (KiGGS Welle 1, 2009 – 2012) 18- bis 24-jährigen Wiederteilnehmenden (n = 3.243). Die generische (diagnoseübergreifende) Identifizierung chronisch kranker Kinder erfolgte in der KiGGSBasiserhebungn mit der deutschen Übersetzung des CSHCN-Screeners (Children with Special Health Care Needs Screener).
Bei den jungen Erwachsenen in KiGGS Welle 1 wurden dafür zwei Fragen des Minimal European Health Modules eingesetzt. Bei 509 von 3.243 der zum Zeitpunkt der Welle 1 jungen Erwachsenen wurde auf der Basis des 2003 – 2006 erhobenen CSHCNScreeners auf das Vorliegen einer chronischen Erkrankung im Alter von 12 bis 17 Jahren geschlossen. Von diesen gaben die Hälfte (50,6 %; 95 %-KI 44,4 – 56,8) sechs Jahre später an, chronisch krank oder gesundheitsbedingt eingeschränkt zu sein. Von den Teilnehmenden ohne Hinweise auf eine chronische Erkrankung zur KiGGS-Basiserhebung, gaben ein Fünftel (21,1 %; 95 %-KI 18,9 – 23,4) an, chronisch krank oder gesundheitsbedingt eingeschränkt zu sein.
Im Vergleich zu jüngeren Kindern gaben chronisch kranke Jugendliche im jungen Erwachsenenalter häufiger selbst an, chronisch krank zu sein (OR 1,8; 95 %-KI 1,02 – 3,3). Auch Asthma bronchiale ist in der Gruppe der CSHCN-positiven 12- bis 17-Jährigen deutlich mit der späteren Einschätzung assoziiert, chronisch krank oder gesundheitsbedingt eingeschränkt zu sein (OR 3,5; 95 %-KI 1,6 – 7,6). Besondere Risikogruppen für chronische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter sind – unabhängig von Alter, Adipositas, einer Asthma- oder ADHS-Diagnose – chronisch kranke Jungen, die Schmerzen angeben, und chronisch kranke Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status, die über geringe personale Ressourcen (Schutzfaktoren) verfügen.

Weltweit ist die Häufigkeit chronischer Erkrankungen bei Kindern stark angestiegen. Chronisch kranke Kinder und ihre Familien haben diagnoseübergreifend besondere Herausforderungen zu meistern. Dazu gehört ein erschwerter Übergang in das Erwachsenenalter mit veränderten Versorgungsbedingungen und Zuständigkeiten. An einer Untergruppe der KiGGS-Kohorte wird untersucht, welche Chance chronisch kranke Kinder und Jugendliche haben, im jungen Erwachsenenalter ein Leben zu nführen, ohne sich chronisch krank oder gesundheitsbedingt eingeschränkt zu fühlen und zum anderen, welche Faktoren mit einem ungünstigen Verlauf beim Übergang ins junge Erwachsenenalter zusammenhängen. Die KiGGS-Kohorte ist die Längsschnittkomponente der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) des Robert Koch-Instituts, in der die 0- bis 17-jährigen Teilnehmenden der bevölkerungsbasierten KiGGS-Basiserhebung (2003 – 2006; Untersuchungs- und Befragungssurvey; n = 17.641) nachbeobachtet werden. In die Analyse einbezogen werden alle zum Zeitpunkt der ersten telefonischen Folgebefragung (KiGGS Welle 1, 2009 – 2012) 18- bis 24-jährigen Wiederteilnehmenden (n = 3.243). Die generische (diagnoseübergreifende) Identifizierung chronisch kranker Kinder erfolgte in der KiGGSBasiserhebungn mit der deutschen Übersetzung des CSHCN-Screeners (Children with Special Health Care Needs Screener). Bei den jungen Erwachsenen in KiGGS Welle 1 wurden dafür zwei Fragen des Minimal European Health Modules eingesetzt. Bei 509 von 3.243 der zum Zeitpunkt der Welle 1 jungen Erwachsenen wurde auf der Basis des 2003 – 2006 erhobenen CSHCNScreeners auf das Vorliegen einer chronischen Erkrankung im Alter von 12 bis 17 Jahren geschlossen. Von diesen gaben die Hälfte (50,6 %; 95 %-KI 44,4 – 56,8) sechs Jahre später an, chronisch krank oder gesundheitsbedingt eingeschränkt zu sein. Von den Teilnehmenden ohne Hinweise auf eine chronische Erkrankung zur KiGGS-Basiserhebung, gaben ein Fünftel (21,1 %; 95 %-KI 18,9 – 23,4) an, chronisch krank oder gesundheitsbedingt eingeschränkt zu sein. Im Vergleich zu jüngeren Kindern gaben chronisch kranke Jugendliche im jungen Erwachsenenalter häufiger selbst an, chronisch krank zu sein (OR 1,8; 95 %-KI 1,02 – 3,3). Auch Asthma bronchiale ist in der Gruppe der CSHCN-positiven 12- bis 17-Jährigen deutlich mit der späteren Einschätzung assoziiert, chronisch krank oder gesundheitsbedingt eingeschränkt zu sein (OR 3,5; 95 %-KI 1,6 – 7,6). Besondere Risikogruppen für chronische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter sind – unabhängig von Alter, Adipositas, einer Asthma- oder ADHS-Diagnose – chronisch kranke Jungen, die Schmerzen angeben, und chronisch kranke Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status, die über geringe personale Ressourcen (Schutzfaktoren) verfügen.

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