harma

Roche-Hoffnungsträger Ocrevus erhält wichtige EU-Zulassung

Multiple-Sklerose-Medikament von Roche darf in der EU eingesetzt werden. Ocrevus gehört zu wichtigsten Wachstumsträgern.

Der Pharmakonzern Roche ist bei der Zulassung seines Multiple-Sklerose-Medikaments Ocrevus einen wichtigen Schritt vorangekommen: Die EU gab grünes Licht für den Einsatz des Mittels bei bestimmten Formen der Krankheit, wie Roche mitteilte.

Ocrevus gehört zu den wichtigsten Hoffnungsträgern des Basler Konzerns, denn damit will die Firma die rückläufigen Einnahmen durch den Verkauf von drei Krebsmedikamenten zum Teil ausgleichen, berichtet Reuters. Seit der US-Markteinführung im März bis Ende September erzielte Roche damit einen Umsatz von 500 Millionen Dollar.

Der Antikörper Ocrelizumab ist damit das bislang in der EU einzige zugelassene Medikament für Patienten mit der sogenannten primär progredienten Form (PPMS) der Multiple Sklerose, so die dpa. Hierbei kommt es von Beginn an zu einer kontinuierlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands. Außerdem darf Ocrevus künftig in Europa auch bei der weitaus häufigeren Form der schubförmigen MS (RMS) eingesetzt werden.

Ocrevus wurde bereits im vergangenen Jahr in zahlreichen Märkten zugelassen, darunter USA, Australien und der Schweiz. Analysten schreiben dem Mittel Blockbuster-Potenzial zu. Das Unternehmen selbst macht zu möglichen Umsätzen keine Angaben. Viele Anleger hatten die positiven Nachrichten bereits erwartet, erklärten die Analysten der Zürcher Kantonalbank. Die Experten von Vontobel gehen für die beiden Formen von Multipler Sklerose zusammengenommen von Spitzenumsätzen von fünf Milliarden Franken aus.

Bereits zum dritten Quartal gehörte Ocrevus zu den wichtigsten Wachstumsträgern des Konzerns. Bis zum Jahresende 2017 wurden nach Unternehmensangaben weltweit mehr als 30 000 Patienten mit dem Medikament behandelt, die meisten davon in den USA.

In Europa sind nach Unternehmensangaben rund 700 000 Menschen an MS erkrankt, knapp 100 000 hiervon seien von der zu starken Behinderungen führenden primär progredienten Form (PPMS) betroffen.

 

 

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.