Analyse

Mehr Fehltage: Arbeitnehmer melden sich häufiger krank

Deutschlands Arbeitnehmer meldeten sich im vergangenen Jahr wieder häufiger krank.

Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (Foto: Flickr/ Andy Smith/CC BY-SA 2.0)

Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (Foto: Flickr/ Andy Smith/CC BY-SA 2.0)

Der Krankenstand stieg von 3,9 Prozent 2016 auf 4,1 Prozent im Jahr 2017. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung der gesetzlichen Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor.

Demnach machten Atemwegserkrankungen den Deutschen zu schaffen: Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausfälle durch psychische Erkrankungen stiegen dagegen nur leicht um knapp 1,5 Prozent, so die dpa.

Der Krankenstand ergibt sich für gesetzliche Krankenkassen aus der Anzahl der gemeldeten Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versicherten in den vergangenen 365 Tagen.
Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (53,9 Prozent) ging demnach auf das Konto von drei Diagnosegruppen: Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen (21,8 Prozent), psychische Erkrankungen (16,7 Prozent) und Atemwegserkrankungen (15,4 Prozent).

Der DAK-Statistik zufolge verursachten 2017 Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit – bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte – rund 230 Fehltage, 18 Tage mehr als 2016.

Fast jeder zweite Berufstätige bundesweit war 2017 mindestens einmal krankgeschrieben (48,6 Prozent) – Frauen häufiger als Männer. Bei Frauen lag der Krankenstand bei 4,4 Prozent, bei Männern bei 3,8 Prozent.

Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren 2017 Verkehr, Lagerhaltung und Kurierdienste mit 4,8 Prozent sowie das Gesundheitswesen mit 4,7 Prozent. Den niedrigsten Krankenstand hatte der Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste mit 2,8 Prozent.

Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten von rund 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten der DAK durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet.

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