Intravenöse Übertragbarkeit von beta-Amyloid-Pathologien

Schon lange gehen Wissenschaftler von einem Zusammenhang zwischen der Ablagerung bestimmter Proteine in Gehirn – dem so genannten beta-Amyloid – und der Alzheimer-Erkrankung aus. Inzwischen wird angenommen, dass die Ausbreitung der beta-Amyloid-Patho…

Schon lange gehen Wissenschaftler von einem Zusammenhang zwischen der Ablagerung bestimmter Proteine in Gehirn – dem so genannten beta-Amyloid – und der Alzheimer-Erkrankung aus. Inzwischen wird angenommen, dass die Ausbreitung der beta-Amyloid-Pathologien im betroffenen Hirngewebe über Prion-ähnliche Mechanismen erfolgt. Klassische Prion-Erkrankungen, wie z.B. Scrapie, sind zumindest im Tierexperiment ohne weiteres über Blut- oder Blutprodukte übertragbar. Ob beta-Amyloid-Pathologien durch intravenöse Injektion von beta-Amyloid-Seeds („Seed“ steht für Keim, gemeint sind beta-Amyloid-Moleküle, die die fehlerhafte Faltung des Proteins weitergeben können) übertragbar sind, war hingegen bisher nicht bekannt.

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