Zukunft

Gesundheits- und Medizintechnik sind Schlüsseltechnologien

Gesundheits- und Medizintechnik sind dem Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft zufolge entscheidend für den Freistaat.

Die Gesundheits- und Medizintechnik bedienen einen schnell wachsenden Markt und greifen neue technologische Entwicklungen und Trends rasch auf. Von besonders großer Bedeutung sind dabei die Entwicklungen der Ingenieurwissenschaften, der Werkstofftechnologie, der klinischen Medizin sowie der Bio- und Lebensmitteltechnologie. „Die Digitalisierung spielt für den gesamten Gesundheitsbereich eine zentrale Rolle“, erklärt Alfred Gaffal, Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und Vorsitzender des Zukunftsrats. Wichtige Anwendungen sind hier etwa die Telemedizin und die Nutzung fortschrittlicher Datenanalysetechnologien zur effizienteren Erforschung von Krankheitsmechanismen und zur schnelleren Therapieentwicklung.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und Alterung sowie den zu erwartenden Kostensteigerungen gewinnt das Thema an Bedeutung und wird auch im Koalitionsvertrag aufgegriffen. „Jetzt gilt es, die Digitalisierung im Gesundheitswesen schnell voranzutreiben, denn sie ist entscheidend, um die Kosteneffizienz zu steigern“, sagt Gaffal.

Sehr gute Ausgangsposition

Deutsche und bayerische Unternehmen haben laut Zukunftsrat eine sehr gute Ausgangsposition, zumal auf hohem Niveau akademisch geforscht wird. „Diese Stärken müssen wir weiter stärken und vor allem auch Chancen für den unternehmerischen Mittelstand aufzeigen. Das Thema Gesundheit betrifft letztlich alle Branchen: Entweder indirekt über die Kosten oder direkt, wenn Firmen neue Produkte und Geschäftsmodelle für einen wachsenden Markt anbieten können“, betont Gaffal. „Deshalb wird der Zukunftsrat die Gesundheit in diesem Jahr in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen und die Ergebnisse im Rahmen eines großen Kongresses am 16. Juli 2018 präsentieren.“

Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft wurde im Mai 2014 von vbw Präsident Alfred Gaffal initiiert. Er hat gemeinsam mit dem Präsidenten der Technischen Universität München, Professor Wolfgang A. Herrmann, den Vorsitz des Gremiums inne. Darüber hinaus gehören dem Zukunftsrat weitere Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Staatsregierung an. Das Gremium versteht sich als Impulsgeber für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Technologie- und Innovationsstandorts Bayern.

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