Unternehmen

Bayer und Partner Loxo bei wichtigem Krebsmedikament auf Kurs

Loxo komplettiert US-Zulassungsantrag für Krebsmittel / Experimenteller Wirkstoff zur Behandlung verschiedener Krebsarten

Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. (Foto: dpa)

Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. (Foto: dpa)

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer kommt bei der Zulassung eines Hoffnungsträgers bei der Krebsbehandlung voran. Der Kooperationspartner Loxo Oncology habe die Einreichung der Zulassungsunterlagen für Larotrectinib in den USA abgeschlossen, wie Bayer kürzlich in Berlin mitteilte. Der Antrag beziehe sich auf die Behandlung von an Krebs erkrankten Kindern und Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren mit bestimmten Genveränderungen, berichtet die dpa.

Wichtiger Schritt in personalisierte Medizin

Bayer kooperiert seit vergangenem Jahr mit Loxo bei der Entwicklung und Vermarktung von Larotrectinib (LOXO-101) sowie LOXO-195. In Europa soll noch 2018 die Zulassung für Larotrectinib beantragt werden. Für Bayer ist die Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt in der personalisierten Medizin und eigenen Aussagen zufolge ein Signal, dass das Pharmageschäft trotz der laufenden Übernahme von Monsanto nicht vernachlässigt wird.

Bayer und Loxo Oncology entwickeln Larotrectinib gemeinsam für die Behandlung bei einer Vielzahl durch Fusionen der NTRK-Gene bedingten Krebsarten. Bayer übernimmt bei allen Zulassungsanträgen außerhalb der USA und beim weltweiten Vertrieb die Führung. In den USA sollen die Mittel gemeinsam vertrieben werden.

Kluger Deal

Analyst Wimal Kapadia von Bernstein Research hatte die Zusammenarbeit jüngst als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Lizenzkäufe und ähnliche Kooperationen seien für den Dax-Konzern unabdingbar, da ab 2023/24 bei wichtigen Medikamenten Patente ausliefen und damit eine Patentlücke drohe. Larotrectinib sei zwar kein ganz großer Wurf, aber ein kluger Deal. Der Experte hält einen Spitzenumsatz von einer Milliarde US-Dollar, also einer halben Milliarde Dollar für Bayer, für möglich.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.