Pharma

Merck forciert schnellerem Zugang zu bezahlbaren Impfstoffen

Kooperation mit der Universität Oxford für kostengünstige Impfstoff-Herstellungsprozesse und schnellere Verfügbarkeit.

Die Kooperationspartner wollen ein kostengünstiges und übertragbares Herstellungsverfahren für Impfstoffe entwickeln. (Foto: dpa)

Die Kooperationspartner wollen ein kostengünstiges und übertragbares Herstellungsverfahren für Impfstoffe entwickeln. (Foto: dpa)

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck hat eine Partnerschaft mit dem Jenner Institute der Universität Oxford angekündigt. Ziel ist es, robustere und skalierbare Herstellungsprozesse für Impfstoffe zu entwickeln. Die Partnerschaft sowie Pläne zur Entwicklung einer Impfstoff-Produktionsanlage in Ghana sind die neuesten Beiträge des Unternehmens zu dem übergeordneten Ziel, durch erschwinglichere und leichter verfügbare Impfstoffe die Gesundheit der Menschen weltweit zu verbessern.

„Die Zusammenarbeit mit dem Jenner Institute wird den Zugang zu bezahlbaren Impfstoffen ebenso verbessern wie die weltweite Reaktion auf Krankheitsausbrüche“, sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und Leiter des Unternehmensbereichs Life Science. „Es ist Merck ein wichtiges Anliegen, den Zugang zu modernen Arzneimitteln insbesondere in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen auszubauen.“

Im Rahmen der Kooperation mit dem Jenner Institute werden die Partner den Herstellungsprozess für Adenovirus-Impfstoffe verbessern, also Impfstoffe auf Basis von Adenoviren, einer bestimmten Form von DNA-Viren, als Träger, indem Produkte, Systeme und Technologien von Merck in das reale Verfahren integriert werden. Durch den Einsatz von Merck-Technologien wollen die Kooperationspartner ein kostengünstiges und übertragbares Herstellungsverfahren entwickeln, mit dem sich die Impfstoffentwicklung und -herstellung weltweit beschleunigen lässt.
Ergebnis der Zusammenarbeit soll ein geschlossener Prozess sein, der im Reinraum durchgeführt werden kann, um Kontamination zu minimieren, und den hohen biologischen Sicherheitsanforderungen für virale Vektoren gerecht wird.

„Solche Verbesserungen sollen zum Fortschritt in der Entwicklung injizierbarer Arzneimittel in klinischer Qualität zur Nutzung in klinischen Studien und für andere Forschungszwecke beitragen“, so Adrian Hill, Leiter des Jenner Institute der Universität Oxford.

Impfstoff-Produktionsanlage in Ghana

Unabhängig davon arbeitet Merck derzeit an Plänen für eine Impfstoff-Produktionsanlage in Ghana, um zur Bewältigung der großen gesundheitlichen Herausforderungen eines Kontinents beizutragen, der 99 Prozent seiner Impfstoffe importiert. Die Zusammenarbeit mit Ridge Management Solutions auf Basis einer kürzlich unterzeichneten Absichtserklärung wird die Möglichkeit eröffnen, Ghana als erstes Land in Subsahara-Afrika mit einer eigenen Produktionsstätte für Humanimpfstoffe auszustatten.
„Wir wollen Schwellenländer unterstützen, indem wir unser Know-how weitergeben, sie bei der Optimierung ihrer Herstellungsprozesse begleiten sowie gleichzeitig Technologietransfer und den Aufbau von Anlagen vor Ort fördern“, so Batra.

 

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