Medizinhistorische und medizinethische Veranstelungsreihe – Sommersemester 2018

Das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM bietet im Sommersemester 2018 erneut eine medizinethische und medizinhistorische Veranstaltungsreihe an. Schwerpunkt der ersten drei Veranstaltungen ist die Stigmatisierung von kranken Men…

Das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM bietet im Sommersemester 2018 erneut eine medizinethische und medizinhistorische Veranstaltungsreihe an. Schwerpunkt der ersten drei Veranstaltungen ist die Stigmatisierung von kranken Menschen in unterschiedlichen historischen Kontexten. Zunächst wird in einem Vortrag die besondere Form der Stigmatisierung und Ausgrenzung beleuchtet, die als „erbkrank“ klassifi zierte Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus erfuhren, darunter psychisch kranke und der Fürsorge bedürftige Personen. Sie wurden gegen ihren Willen ihrer Fruchtbarkeit beraubt, auch mithilfe von radiologischen Methoden. Eine Exkursion führt in die thematisch zugehörige Ausstellung Radiologie im Nationalsozialismus im Deutschen Medizinhistorischen Museum Ingolstadt. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit war vor allem die Erkrankung an Lepra Ursache von sozialer und gesellschaftlicher Ächtung; um diese Form der krankheitsbedingten Ausgrenzung wird es in unserem zweiten Vortrag gehen. Höhepunkte unserer Veranstaltungsreihe sind in diesem Semester zwei Buchvorstellungen: Zum einen wird das fünfbändige Opus magnum von Dietrich v. Engelhardt zu den Verbindungen von Medizin und Literatur gewürdigt. Zum anderen wird nach langer und aufwendiger Recherchearbeit das Gedenkbuch für die Münchner Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde im NS-Dokumentationszentrum präsentiert. » zum Programm

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