Erste Ergebnisse der Studie „Krankheitswissen und Informationsbedarfe – Diabetes mellitus (2017)“ – Focus – JoHM 3/2018

Bislang ist wenig dazu bekannt, was Menschen in Deutschland zum Thema Diabetes wissen, welche Informationen sie sich wünschen, wo sie Informationen suchen und wie sie vorhandene Informationen einschätzen. Das Robert Koch-Institut (RKI) führte mit einem…

Bislang ist wenig dazu bekannt, was Menschen in Deutschland zum Thema Diabetes wissen, welche Informationen sie sich wünschen, wo sie Informationen suchen und wie sie vorhandene Informationen einschätzen. Das Robert Koch-Institut (RKI) führte mit einem Schwerpunkt auf diesen Fragestellungen im Jahr 2017 den bundesweiten telefonischen Survey „Krankheitswissen und Informationsbedarfe – Diabetes mellitus (2017)“ in der Bevölkerung ab 18 Jahren durch. Insgesamt wurden 2.327 Personen ohne und 1.479 Personen mit diagnostiziertem Diabetes befragt. Erste Ergebnisse zeigen, dass 56,7% der Befragten ohne Diabetes und 92,8% der Befragten mit Diabetes ihr Diabeteswissen als sehr gut oder gut einschätzen. Befragte ohne Diabetes empfinden das größte Informationsbedürfnis zum Thema „Lebensstilanpassungen, Gesundheitsförderung und Prävention“, Befragte mit Diabetes zum Thema „Behandlung und Therapie“. Fast ein Drittel der Befragten ohne Diabetes hat sich schon einmal aktiv zu Diabetes informiert, am häufigsten über gedruckte Informationen. Für Menschen mit Diabetes ist die behandelnde (Haus-)Ärztin beziehungsweise der behandelnde (Haus-)Arzt die am häufigsten genannte Informationsquelle. In beiden Gruppen findet es etwa die Hälfte der Befragten schwierig, die Vertrauenswürdigkeit von Informationen zu Diabetes in den Medien einzuschätzen. Die Ergebnisse der Studie gehen in die vom RKI koordinierte Nationale Diabetes-Surveillance ein und werden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Entwicklung von Strategien für eine verbesserte Information der Bevölkerung zum Thema Diabetes mellitus genutzt.

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