Digitalisierung

Stiftung baut virtuelle Kinderklinik

Hilfe für kranke Kinder und Zentrum für Medienkompetenz wollen Kindern Angst vor Klinikbesuch nehmen. Besuch der Kinderklinik via Web-App.

Wenn Kinder ins Krankenhaus müssen, ist besondere Sensibilität gefragt. (Foto: dpa)

Wenn Kinder ins Krankenhaus müssen, ist besondere Sensibilität gefragt. (Foto: dpa)

Wenn Kinder ins Krankenhaus müssen, stationär oder ambulant, sind sie oft unsicher oder haben sogar Angst. Angst vor Untersuchungen, bedrohlich wirkenden Apparaten oder fremden Menschen. Kinder und Eltern wissen oft nicht, was auf sie zukommt. Das möchte die Stiftung Hilfe für kranke Kinder ändern, berichtet das Universitätsklinikum Tübingen.

In einem ersten Schritt veröffentlichte die Stiftung gemeinsam mit den Erzieherinnen der Kinderklinik das Fotobuch „Pauline in der Kinderklinik“. Jetzt geht Hilfe für kranke Kinder noch einen großen Schritt weiter: Die Stiftung arbeitet mit einem Projektteam an einer innovativen Web-App für kranke Kinder und ihre Familien. In Kooperation mit dem Zentrum für Medienkompetenz der Universität Tübingen (ZFM) baut die Stiftung an der virtuellen Kinderklinik.

Virtueller Besuch in der Klinik

Schon bald soll dieses Projekt Kindern und Eltern die Möglichkeit bieten, sich schon vor ihrem Besuch in den Räumen der Kinderklinik Tübingen virtuell umschauen zu können – über Smartphone, Tablet, Computer oder sogar mit einer Virtual-Reality-Brille. Die Handpuppe Pauline erklärt in 360-Grad-Videos die verschiedenen Untersuchungen, es gibt Interviews, kindgerechte Multimediainhalte rund um den Aufenthalt in der Kinderklinik Tübingen und viele Infos für Eltern – das alles verpackt in einer Web-App.

Die Stiftung Hilfe für kranke Kinder fördert das ganzheitliche, familiengerechte Konzept der Kinderklinik. Das geht weit über eine medizinische Grundversorgung hinaus. Deshalb engagiert sich die Stiftung in der Kinderklinik auch für ein kindgerechtes Umfeld und eine optimale Betreuung der Familien. Eine gute Vorbereitung auf den Krankenhausaufenthalt gehört unbedingt dazu.
Das Projektteam freut sich, dass das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die MFG Baden-Württemberg an das Projekt glauben und es unterstützen. Die virtuelle Kinderklinik ist Gewinner des Wettbewerbs BW Goes Mobile in der Kategorie Innovation/Virtual Reality und wird somit unter anderem finanziell mit 10.000 Euro gefördert.

Außerdem ist die virtuelle Kinderklinik Finalist bei der Google.org Impact Challenge. Bis zum 6. Juni kann – ohne Anmeldung – online für das Projekt abgestimmt werden. Es winkt eine Förderung von weiteren 20.000 Euro.

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