136. Genehmigung nach dem Stammzellgesetz

Das Forschungsvorhaben ist Teil einer Gruppe von Projekten am Universitätsklinikum Essen, in denen molekulare Ursachen von syndromalen Erkrankungen des Menschen aufgeklärt werden sollen, die mit Intelligenzminderung einhergehen.
Im Rahmen der hier gene…

Das Forschungsvorhaben ist Teil einer Gruppe von Projekten am Universitätsklinikum Essen, in denen molekulare Ursachen von syndromalen Erkrankungen des Menschen aufgeklärt werden sollen, die mit Intelligenzminderung einhergehen. Im Rahmen der hier genehmigten Forschungsarbeiten sollen molekulare und entwicklungsbiologische Aspekte von Erkrankungen untersucht werden, deren Ursache in einem veränderten Nukleosomenprofil liegen könnte. Als Modelle hierfür sollen das Coffin-Siris-Syndrom und das Nicolaides-Baraitser-Syndrom dienen. Beide Syndrome sind mit Mutationen in Genen assoziiert, die für unterschiedliche Untereinheiten des SWI/SNF-Komplexes kodieren, der maßgeblich an der Remodellierung von Chromatin beteiligt ist. Die entsprechenden Gene sollen in hES-Zellen funktional deletiert bzw. überexprimiert oder in ihrer Expression gehemmt, die hES-Zellen in Neurone differenziert und die entstehenden Neurone umfassend charakterisiert werden, u. a. bezüglich ihrer Genexpressionsmuster, der DNA-Methylierungs- und Nukleosomenprofile sowie von Histonmodifikationen. Genregionen, die bezüglich dieser Eigenschaften Veränderungen gegenüber Wildtyp-Zellen aufweisen, sollen dann hinsichtlich ihres Einflusses auf die neurale Differenzierung analysiert werden, beispielsweise durch knock out oder knock down der Genexpression bzw. durch gezieltes epigenetisches editing.

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