124. Genehmigung nach dem Stammzellgesetz

Hintergrund des Forschungsvorhabens ist die Hypothese, dass eine insbesondere durch Stress vermittelte Ausschüttung von Glukokortikoiden zu Veränderungen in der Neurogenese bzw. in den Eigenschaften neuronaler Zellen des Zentralnervensystems führt und auf diesem Wege die Entwicklung psychiatrischer Erkrankungen verursachen bzw. begünstigen kann. Konkreter Gegenstand der genehmigten Forschungsarbeiten ist die Untersuchung des Einflusses von Glukokortikoiden auf die Entwicklung und Eigenschaften humaner neuronaler Zellen und Organoide in vitro. Dazu sollen hES-Zellen nach etablierten und ggf. zu optimierenden Protokollen in neuronale Zellen, insbesondere in kortikale und hippocampale Neurone, sowie zu Gehirn-Organoiden differenziert und die Integrität der entstandenen Zellen/Organoide durch umfangreiche Analysen bestätigt werden. Dabei sollen auch die Präsenz, Lokalisation und Funktionalität des Glukokortikoid-Rezeptors in hES-Zellen und in aus diesen differenzierten neuronalen Zellen untersucht werden. Im folgenden sollen diese Untersuchungen dann in Präsenz von Glukokortikoiden erfolgen und mögliche Veränderungen in den differenzierten bzw. sich differenzierenden Zellen bestimmt werden. Neben Effekten auf Proliferation, Überlebensrate, Migration und Dendritenbildung soll insbesondere der Einfluss von Glukokortikoiden auf das Transkriptom und das Epigenom der jeweiligen neuronalen (Vorläufer)Zellen durch RNA-Sequenzierung, Methylierungsanalysen und genomische Analysen im Detail ermittelt werden. Zudem soll untersucht werden, ob es infolge der Wirkung von Glukokortikoiden zu Veränderungen im DNA-Bindungs-Spektrum des Glukokortikoidrezeptors kommt.

Karte der bisherigen Ebola- und Marburgfieber-Ausbrüche in Afrika sowie der Malaria- und Lassa-Endemiegebiete

Quellen:
(1) CDC-Listen bisheriger Ebola- und Marburgfieber-Ausbrüche (https://www.cdc.gov/vhf/ebola/outbreaks/history/chronology.html#thirtyone und https://www.cdc.gov/vhf/marburg/outbreaks/chronology.html) – Laborinfektionen und Ausbrüche des für den Menschen apathogenen Reston-Ebolavirus werden nicht dargestellt; bei reiseassoziierten oder durch Tiertransport verschleppten Fällen ist der frühstbekannte Ursprungsort der Infektionen markiert.
(2) Grobe schematische Darstellung der Malaria-Endemiegebiete in Afrika gemäß WHO (http://www.who.int/malaria/travellers/en/) – Malaria-freie Hochlandregionen sind nicht eingezeichnet
(3) Lassafieber-Endemiegebiete angelehnt an Fichet-Calvet E, Rogers DJ. Risk Maps of Lassa Fever in West Africa. Tesh R, ed. PLoS Neglected Tropical Diseases. 2009;3(3):e388. doi:10.1371/journal.pntd.0000388.