Wirtschaft

Singapurs Staatsfonds investiert Milliarden in Bayer

Temasek erhöht seinen Anteil an Bayer auf vier Prozent / Investition zeigt Vertrauen in Monsanto-Übernahme

Vor der geplanten Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch Bayer investiert der singapurische Staatsfonds Temasek in großem Umfang in den deutschen Chemiekonzern. Temasek erwerbe im Rahmen einer Kapitalerhöhung 31 Millionen neue Aktien zu einem Bruttoemissionspreis von drei Milliarden Euro, teilte das Leverkusener Unternehmen mit. Damit erhöhe sich der Anteil des Investors auf vier Prozent. Die Erlöse sollen voll berücksichtigt werden, wenn der Umfang der bereits angekündigten Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Monsanto-Übernahme festgelegt wird.

Bayer-Chef Werner Baumann äußerte sich erfreut. Temasek sei ein langfristig orientierter Anleger. „Diese Investition ist eine Bestätigung unserer Geschäftsstrategie. Sie zeigt das Vertrauen in die geplante Übernahme von Monsanto und die starken Wachstumsperspektiven von Bayer.“

Bayer will den US-Konzern Monsanto für 62,5 Milliarden Dollar übernehmen und verkauft dafür zahlreiche eigene Firmenteile an BASF. Der Monsanto-Deal soll noch im zweiten Quartal abgeschlossen werden.

Zuletzt hatte die geplante Übernahme des US-Saatgutkonzerns durch Bayer eine weitere wichtige Hürde genommen, wie die dpa berichtet. Russland hat das Geschäft genehmigt – allerdings unter Auflagen. So wird Bayer ein Forschungszentrum im Land bauen und bestimmte Technologien mit russischen Agrarunternehmen teilen, wie Igor Artemyev, der Chef der russischen Wettbewerbsbehörde FAS, in Moskau sagte.

Um das Okay der EU-Wettbewerbshüter für den Deal zu bekommen, hatte Bayer unlängst Zugeständnisse gemacht. Neben Russland stand zuletzt noch das Ja der Wettbewerbshüter aus Mexiko und vor allem aus den USA aus.

Der Staatsfonds aus der Finanzmetropole Singapur gehört zu den weltweit größten Vermögensverwaltern. Im vergangenen Sommer hatte Temasek angekündigt, künftig auch in deutsche Firmen investieren zu wollen. Im Fokus stünden Industrieunternehmen, aber auch Unternehmen aus den Sektoren Konsum, Technologie, Landwirtschaft, Pharma, Biotech und Dienstleistungen. Dies könnten auch börsennotierte Firmen sein.

 

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