Wirkstoff AKTUELL Saxagliptin

Saxagliptin wurde 2009 in den deutschen Markt eingeführt. Es steht als Monopräparat oder als Fixkombination mit Metformin zur Verfügung.
Saxagliptin hat gemäß dem G-BA-Beschluss aus dem Jahr 2016 in allen zugelassenen Indikationen keinen Zusatznutzen g…

Saxagliptin wurde 2009 in den deutschen Markt eingeführt. Es steht als Monopräparat oder als Fixkombination mit Metformin zur Verfügung. Saxagliptin hat gemäß dem G-BA-Beschluss aus dem Jahr 2016 in allen zugelassenen Indikationen keinen Zusatznutzen gegenüber der jeweiligen zweckmäßigen Vergleichstherapie. Es senkt zwar das HbA1c, verbessert aber nicht die patientenrelevanten Endpunkte wie Morbidität und kardiovaskuläre Mortalität. Symptomatische Hypoglykämien treten unter Saxagliptin zusätzlich zu einer Standardtherapie (SOC) häufiger auf als unter Placebo zusätzlich zu SOC. Saxagliptin führte häufiger als Add-on von Placebo zu Krankenhauseinweisungen wegen Herzinsuffizienz. In den beiden Zulassungsstudien D1680C00001 und D1680L00002 traten unter Saxagliptin in Kombination mit Metformin weniger Hypoglykämien als unter einem Sulfonylharnstoff + Metformin auf. Primär sind Wirkstoffe vorzuziehen, bei denen eine Verbesserung der Morbidität und/oder Mortalität gezeigt werden konnte (Metformin, Sulfonylharnstoffe, Insulin, bei Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen auch Empagliflozin und Liraglutid). Gliptine (DPP-4-Inhibitoren) sind nur für diejenigen Patienten geeignet, bei denen diese Wirkstoffe bezüglich der HbA1c-Senkung nicht ausreichen oder aufgrund von Kontraindikationen oder Nebenwirkungen nicht eingesetzt werden können.

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