Analyse

Privatversicherte: Tarifwechsel für viele kein Problem

Privatversicherte haben laut einer neuen Umfrage kaum Probleme beim Wechsel ihres Versicherungstarifs.

Ein Tarifwechsel erfolgt vor allem aus Kostengründen. (Foto: dpa)

Ein Tarifwechsel erfolgt vor allem aus Kostengründen. (Foto: dpa)

So wissen 67 Prozent der Privatversicherten, dass sie ihren Tarif wechseln können, wie eine der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Umfrage der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt. 77 Prozent der Befragten, die einen Tarifwechsel geplant oder durchgeführt haben, seien zufrieden mit dem Service ihres Krankenversicherers. 21 Prozent der Befragten haben demnach bereits einmal ihren PKV-Tarif gewechselt.

Hintergrund ist, dass der Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung (PKV) in einem bestimmten Rahmen individuell zusammengestellt werden kann. Wer hier etwas ändern will, etwa aus Kostengründen, kann seinen Anbieter wechseln. Bei einem neuen Versicherer wird aber die Versicherungsprämie nach Alter und Gesundheitszustand neu berechnet, was den Wechsel wirtschaftlich womöglich wenig sinnvoll erscheinen lässt. Alternative: Ein Wechsel in einen günstigeren Tarif beim bisherigen Versicherer.

18 Prozent der Befragten denken, dass sie an den einmal gewählten Tarif gebunden sind. 14 Prozent machen keine Angabe oder geben an, dass sie es nicht wissen. Von den 82 Prozent der Befragten aber, die sich nicht an ihren Tarif gebunden sehen, haben 29 Prozent tatsächlich einmal einen Tarifwechsel in Erwägung gezogen.

Das Hauptmotiv der Tarifwechsler ist laut der Umfrage Ersparnis beim Beitrag, rund jeder Vierte strebt aber auch mehr Leistungen an. Konkret versucht haben einen Tarifwechsel vor allem Ältere, was die Verbraucherzentrale auf Beitragssteigerungen im Alter zurückführt.

Insgesamt sind die Befragten zufrieden mit ihrer privaten Krankenversicherung: So geben 90 Prozent an, mit ihrer Versicherung sehr zufrieden oder eher zufrieden zu sein. Allerdings wollen laut der Umfrage nur zwei von drei Befragten auch in Zukunft in der PKV bleiben. 28 Prozent würden es dagegen vorziehen, in der gesetzlichen Krankenversicherung, teils mit privaten Zusatzversicherungen, versichert zu sein.

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