Ad-hoc-Studien im Robert Koch-Institut – Concepts & Methods – JoHM 3/2018

Das Robert Koch-Institut (RKI) führt in regelmäßigen Abständen bevölkerungsrepräsentative Gesundheitsstudien
(KiGGS, DEGS, GEDA) im Rahmen des bundesweiten Gesundheitsmonitorings durch. Zusätzlich zu diesen
Gesundheitsstudien werden telefonisch Daten z…

Das Robert Koch-Institut (RKI) führt in regelmäßigen Abständen bevölkerungsrepräsentative Gesundheitsstudien (KiGGS, DEGS, GEDA) im Rahmen des bundesweiten Gesundheitsmonitorings durch. Zusätzlich zu diesen Gesundheitsstudien werden telefonisch Daten zu speziellen Themen (z. B. Diabetes) oder mit bestimmten Befragungsgruppen (z. B. medizinisches Fachpersonal) erhoben, welche in den großen Gesundheitsstudien nicht oder nur unzureichend abgebildet werden konnten. Die telefonischen Ad-hoc-Studien bieten die Möglichkeit, flexibel und kurzfristig Aussagen zu speziellen epidemiologischen und gesundheitspolitischen Themen zu treffen. Der vorliegende Beitrag beschreibt das seit 2017 neu eingeführte und standardisierte Verfahren der telefonischen Ad-hoc-Studien, welches im RKI durch das Labor für Gesundheitsbefragungen betreut wird. Es werden die unterschiedlichen Schritte des Projektmanagements wie Konzeptentwicklung, Erstellung eines Datenschutzkonzepts, Fragebogenerstellung, Pretest, Feldphase, Erstellung von Gewichtungsvariablen und die Bereitstellung des finalen Datensatzes beschrieben. Die Ziele dieses Beitrags sind, eine Prozessbeschreibung und einen Einblick in die standardisierten Abläufe, in die berichteten Qualitätsindikatoren und in die möglichen Anwendungsszenarien zu geben.

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