Wirtschaft

Medizintechnik sorgt sich um Standort Deutschland

Prognosen sinken / ausländische Konkurrenten ziehen vorbei

Die Medizintechnik-Branche sorgt sich um den Standort Deutschland. (Foto: dpa)

Die Medizintechnik-Branche sorgt sich um den Standort Deutschland. (Foto: dpa)

Die Medizintechnik-Branche sorgt sich zunehmend um den Standort Deutschland. Das erwartete Umsatzwachstum der Unternehmen liegt im Inland nach den Ergebnissen der Herbstumfrage des Bundesverbands Medizintechnik (BVMed) nur noch bei 2,8 Prozent und damit deutlich unter den Vorjahreswerten. Die weltweite Umsatzentwicklung bleibt dagegen mit einem Plus von 5,9 Prozent auf dem guten Vorjahresniveau. Der „Innovationsklima-Index Medizintechnik“ des BVMed fiel im vierten Jahr in Folge von einem Wert von ursprünglich 6,2 auf nur noch 4,5 in diesem Jahr.

Als größte Hemmnisse für die künftige Entwicklung der Medizintechnologie-Branche sehen die Unternehmen die gestiegenen Anforderungen und die steigenden Kosten für den Marktzugang durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung sowie für die Erstattung durch die langen Nutzenbewertungsverfahren. „In der neuen Legislaturperiode sollten die Bewertungsverfahren daher verbessert und beschleunigt werden“, sagte BVMed-Geschäftsführer Joachim Schmitt.

Trotz der angespannten Situation im Inland investieren die Unternehmen weiterhin in ihre deutschen Produktionsstandorte. 26 Prozent der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Investitionen, 50 Prozent halten das Investitionsniveau. Ähnlich ist die Situation bei den Forschungsausgaben. 29 Prozent der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Forschungsausgaben gegenüber dem Vorjahr, 45 Prozent halten das Niveau. Derzeit investiert die Branche 9 Prozent ihrer Umsätze in Forschung und Entwicklung.

 

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