Wirkstoff AKTUELL Tapentadol (Palexia®)

Nach einer Zulassungserweiterung steht Tapentadol seit 2014 auch in nicht retardierten Zubereitungsformen zur Behandlung mäßig starker bis starker akuter Schmerzen zur Verfügung.

Das im Jahr 2010 zur Behandlung starker chronischer Schmerzen zugelassen…

Nach einer Zulassungserweiterung steht Tapentadol seit 2014 auch in nicht retardierten Zubereitungsformen zur Behandlung mäßig starker bis starker akuter Schmerzen zur Verfügung. Das im Jahr 2010 zur Behandlung starker chronischer Schmerzen zugelassene retardierte Tapentadol sollte nur bei Patienten mit schweren nichttumorbedingten chronischen Schmerzen eingesetzt werden, bei denen retardiertes Morphin, Oxycodon oder Hydromorphon zu keiner ausreichenden Schmerzkontrolle führen oder nicht vertragen werden. Es kann eine Alternative bei starken gastrointestinalen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) unter vergleichbarer Opioidtherapie sein. Der Einsatz von nichtretardiertem Tapentadol bei nichttumorbedingten Schmerzen wird nicht empfohlen. Dies gilt auch für alle anderen nichtretardierten Opioide. Zur Behandlung von Tumorschmerzen liegen für Tapentadol weiterhin keine validen Daten vor, aus denen sich ein Vorteil von Tapentadol gegenüber anderen Opioiden ableiten lässt. Die Anwendung wird nicht empfohlen. Tapentadol besitzt – wie alle Opioidanalgetika – ein Abhängigkeitspotenzial und ist daher der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) unterstellt.

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