Technologie

Österreich fördert Blockchain in der Krebsforschung

Ziel ist es, Krankheiten frühzeitig zu erkennen / Genauigkeit von 90 Prozent angestrebt

Krebs früh zu erkennen, ist der Schlüssel zur Rettung von Leben. Foto: dpa

Krebs früh zu erkennen, ist der Schlüssel zur Rettung von Leben. Foto: dpa

Die österreichische Regierung unterstützt ein britisches Krebsforschungsunternehmen, das Blockchain-Technologie nutzt, um die Krankheit frühzeitig zu erkennen. Die Unterstützung ist Teil der Bemühungen der Regierung, diese Technologie zu fördern. Das berichtet das Portal Cointelegraph.com.

Lancor Scientific, das ein Gerät zur Erkennung mehrerer Krebsarten und zur Aufzeichnung von Screening-Ergebnissen mit intelligenten Verträgen (so genannten „Smart Contracts“) in der Blockchain entwickelt hat, plant die Eröffnung eines Forschungslabors in Graz.

Wie Googles Krebs-Screening-Tool Lymph Node Assistant, das im Oktober veröffentlicht wurde und künstliche Intelligenz (KI) verwendet, strebt auch das Angebot von Lancor Scientific eine Genauigkeit von 90 Prozent an.

Lancor wird außerdem mit lokalen Universitäten, darunter der Technischen Universität Graz, der Medizinischen Universität Graz und der Sigmund Freud Universität Wien, an internationalen Forschungsprojekten zusammenarbeiten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Pro Tag 500.000 Krebstests

„Krebs früh zu erkennen, ist der Schlüssel zur Rettung von Leben. Lancor Scientific hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine genaue und kostengünstige Krebserkennungstechnologie weltweit verfügbar zu machen. Das Vertrauen der österreichischen Regierung sowie die Partnerschaft mit Experten der Technischen Universität Graz ermöglichen es uns, diese Reise fortzusetzen und in den nächsten fünf Jahren ein Minimum von 10.000 Geräten bereitzustellen, womit pro Tag 500.000 Krebstests durchgeführt werden können“, zitiert das Portal Trendingtopics.at den Lancor-Scientific-CEO Aamir Butt.

Die Blockchain-Technologie komme bei dem patentierten OMIS-Verfahren („Opto-magnetic Imaging Spectroscopy“) bei der Speicherung und Verarbeitung der Testergebnisse zum Einsatz. Dazu gebe Lancor einen eigenen „Medici“-Token (ERC20) heraus und plane auch einen ICO, der Mitte Januar starten solle, heißt es weiter. „Mit dem Token sollen Patienten den Test bezahlen können und dabei einen Rabatt erhalten.“

Zuschüsse für fünf Jahre

Österreichs Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck hob Blockchain als einen Bereich hervor, der auf staatlicher Ebene von großem Interesse ist, berichtet Cointelegraph hierzu. „Blockchain ist definitiv eine der neuen wichtigen Technologien“, sagte sie. Neben künstlicher Intelligenz und Spracherkennung sei dies eines der großen Themen, die Österreich in der kommenden EU-Präsidentschaft hervorheben wolle.

In der Pressemitteilung heißt es, dass die österreichische Regierung Lancor Scientific über einen Zeitraum von fünf Jahren Zuschüsse für Einrichtungen, „Forschungsausrüstung, Zugang zu akademischem Fachwissen und das Management klinischer Studien“ gewährt.

 

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