Studie

Pflegebeitrag wird erneut steigen müssen

Beitragserhöhungen notwendig / Sinkende Qualität

In der Pflegebranche selbst wird die Stimmung immer schlechter. Foto: dpa

In der Pflegebranche selbst wird die Stimmung immer schlechter. Foto: dpa

Die Beiträge zur Pflegeversicherung müssen einer Studie zufolge in sechs Jahren erneut steigen, um die wachsenden Kosten der alternden Gesellschaft zu decken. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine ihr vorliegende Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Demnach errechneten die Wissenschaftler des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, dass der Beitrag zwischen den Jahren 2025 und 2045 auf 4,25 Prozent steigen werde. Zu Beginn des Jahres war der Beitragssatz um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens.

In ihrer Analyse gehen die Forscher zudem davon aus, dass bis zum Jahr 2045 fünf Millionen Menschen in Deutschland Pflege benötigen werden. Im Jahr 2017 waren es erst 3,3 Millionen Hilfsbedürftige, so die dpa.

In der Pflegebranche selbst wird die Stimmung einer Umfrage zufolge immer schlechter. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf den „Care-Klima-Index“ im Auftrag des Deutschen Pflegetags. In einer Repräsentativumfrage von Ende 2018 unter Pflegekräften, Ärzten, Pflegebedürftigen, Angehörigen sowie Vertretern von Kassen und Verbänden beurteilten demnach 29 Prozent der Befragten die Qualität der Pflege nur als „mangelhaft“. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr.

28 Prozent schätzen die Patientensicherheit als „niedrig“ ein. 2017 betrug der Anteil noch 26 Prozent. Die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte beurteilten 60 Prozent der Befragten als „schlecht“. Das ist ein Zuwachs um immerhin neun Prozentpunkte.

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