Verbesserung der Informationsgrundlagen zur Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund. Projektbeschreibung und erste Erkenntnisse von IMIRA – Concepts & Methods – JoHM 1/2019

Deutschland ist ein Einwanderungsland und fast ein Viertel der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Daher besteht zunehmend Bedarf an verlässlichen Informationen zur gesundheitlichen Situation von Menschen mit Migrationshintergrund. Dem Robert …

Deutschland ist ein Einwanderungsland und fast ein Viertel der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Daher besteht zunehmend Bedarf an verlässlichen Informationen zur gesundheitlichen Situation von Menschen mit Migrationshintergrund. Dem Robert Koch-Institut kommt in diesem Kontext die Aufgabe zu, das Gesundheitsmonitoring auszubauen und Menschen mit Migrationshintergrund möglichst repräsentativ entsprechend ihrem Anteil in der Bevölkerung in Befragungs- und Untersuchungssurveys einzubeziehen. Der Gesundheitsstatus von Menschen mit Migrationshintergrund soll adäquat widergespiegelt werden, was bisher im Rahmen der repräsentativen Befragungs und Untersuchungssurveys des Robert Koch-Instituts für Erwachsene nur unzureichend gelungen ist. Daher wurde Ende 2016 das Projekt Improving Health Monitoring in Migrant Populations (IMIRA) initiiert, das auf die Erweiterung des Gesundheitsmonitorings des Robert Koch-Instituts auf Menschen mit Migrationshintergrund abzielt und langfristig deren Einbindung in die Gesundheitssurveys verbessern soll. Dies beinhaltet zum einen die Durchführung zweier Machbarkeitsstudien, in denen Zugangswege und Rekrutierungsstrategien im Rahmen von Befragungsstudien getestet und Maßnahmen zur Überbrückung von Sprachbarrieren in Untersuchungssurveys entwickelt wurden. Zur Erweiterung der Gesundheitsberichterstattung zu Migration und Gesundheit werden ein Berichtskonzept und ein Kernindikatorensatz entwickelt und zudem (Sekundär-)Datenquellen auf ihre Nutzbarkeit geprüft. Ebenso ist die Überprüfung und Weiterentwicklung relevanter migrationsspezifischer Erhebungsinstrumente und Indikatoren sowie eine intensivierte Vernetzung mit relevanten Akteurinnen und Akteuren vorgesehen.

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