Diabetestypen sind nicht auf Altersgruppen beschränkt: Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen und Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen – Focus – JoHM 2/2019

Abstract: Basierend auf dem bundesweiten DPV-Register (Diabetes-Patienten-Verlaufsdokumentation), dem Diabetesregister in Nordrhein-Westfalen sowie Befragungen von Kliniken und Praxen in Baden-Württemberg und Sachsen wurden Inzidenz und Prävalenz des T…

Abstract: Basierend auf dem bundesweiten DPV-Register (Diabetes-Patienten-Verlaufsdokumentation), dem Diabetesregister in Nordrhein-Westfalen sowie Befragungen von Kliniken und Praxen in Baden-Württemberg und Sachsen wurden Inzidenz und Prävalenz des Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen (ab 18 Jahren) und des Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen (11 bis 18 Jahre) geschätzt. Die bundesweite Inzidenz des Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen lag 2014 bis 2016 bei 6,1 pro 100.000 Personenjahre und hier bei Frauen etwas niedriger als bei Männern. Jährlich erkranken circa 4.150 Erwachsene neu an Typ-1-Diabetes. Die Prävalenz des Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen wurde 2016 auf 493 pro 100.000 Personen geschätzt und war bei Frauen mit 445 pro 100.000 Personen niedriger als bei Männern mit 544 pro 100.000. Insgesamt waren 2016 etwa 341.000 Erwachsene von einem Typ-1-Diabetes betroffen. Die Inzidenz des Typ-2-Diabetes lag bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 18 Jahren bundesweit 2014 bis 2016 bei 2,8 pro 100.000 Personenjahre und war bei Mädchen höher als bei Jungen. In dieser Altersgruppe erkranken jährlich circa 175 Heranwachsende neu an einem Typ-2-Diabetes. Für Sachsen wurden höhere Inzidenzen (4,3 pro 100.000 Personenjahre) geschätzt. Die Prävalenz des Typ-2-Diabetes bei 11- bis 18-Jährigen wurde 2014 bis 2016 auf 12 bis 18 pro 100.000 Personen geschätzt. Aktuell sind in Deutschland somit etwa 950 Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe von einem Typ-2-Diabetes betroffen.

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