Studie zur Gesundheitsberichterstattung über nichtübertragbare Erkrankungen am Beispiel von Diabetes mellitus im internationalen Vergleich – Concepts & Methods – JoHM 2/2019

Abstract: Vor dem Hintergrund der wachsenden Krankheitslast durch Diabetes mellitus entwickelt das Robert Koch-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit eine Nationale Diabetes-Surveillance. Ein wesentliches Ziel der Surveillance ist di…

Abstract: Vor dem Hintergrund der wachsenden Krankheitslast durch Diabetes mellitus entwickelt das Robert Koch-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit eine Nationale Diabetes-Surveillance. Ein wesentliches Ziel der Surveillance ist die periodische und zeitnahe Bereitstellung relevanter Daten für verschiedene Adressaten (Dissemination), welche die Informationsgrundlage für weiterführende Public-Health-Maßnahmen bilden. Zur Entwicklung einer Disseminationsstrategie wurde eine Übersicht über die diabetesspezifische Berichterstattung im internationalen Kontext erstellt. In einem zweistufigen Prozess erfolgte zunächst eine Online-Befragung von Public-Health-Expertinnen und -Experten aus 46 Ländern. Für Länder ohne Rückmeldung (19/46) wurde eine strukturierte Webrecherche durchgeführt. Der Großteil der Länder (38/46; 83 %) berücksichtigt Diabetes in der Gesundheitsberichterstattung und drei Viertel (29/38; 77 %) dieser Länder stützen sich dabei auf ein indikatorenbasiertes Berichtssystem. Themenspezifische Berichte zu Diabetes oder nichtübertragbaren Krankheiten (24/36; 67 %) sowie nationale Gesundheitsberichte (23/36; 64 %) stellen das am häufigsten verwendete Format dar, gefolgt von Online-Formaten (20/36; 57 %) wie Webseiten oder Datenbanken. Primäre Adressaten der Berichterstattung sind die Politik (19/20; 95 %) sowie Medien und Presse (16/20; 80 %). Sowohl gedruckte als auch Online-Formate sind Teil einer umfassenden Disseminationsstrategie, die jedoch unterschiedliche Adressaten ansprechen.

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