Gesundheitsberichterstattung zu Menschen mit Migrationshintergrund – Auswahl und Definition von (Kern-)Indikatoren – Concepts & Methods – JoHM 3/2019

Abstract: Im Rahmen des Projekts Improving Health Monitoring in Migrant Populations (IMIRA) wurde ein (Kern-)Indikatorenset zur Beschreibung der Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund entwickelt. Die Recherche und Bewertung von Datenquellen …

Abstract: Im Rahmen des Projekts Improving Health Monitoring in Migrant Populations (IMIRA) wurde ein (Kern-)Indikatorenset zur Beschreibung der Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund entwickelt. Die Recherche und Bewertung von Datenquellen im Bereich Migration und Gesundheit stellte dabei eine wesentliche Voraussetzung dar. Zunächst wurden vier Handlungsfelder mit entsprechenden Themenbereichen bestimmt und mögliche Indikatoren für die jeweiligen Themen definiert. Die Auswahl der Kernindikatoren basierte auf (1) einer systematischen Gegenüberstellung anerkannter Indikatorensysteme, (2) einer Bewertung der Public-Health-Relevanz, (3) Verständlichkeit sowie (4) Aussagekraft des Indikators und (5) der Verfügbarkeit (weitestgehend) repräsentativer Daten, mit denen die Vielfalt der Migrationsbevölkerung annähernd berücksichtigt werden kann. Ein interner und externer Abstimmungsprozess mit einem interdisziplinär zusammengesetzten Expertengremium führte zur Finalisierung des (Kern-)Indikatorensets. Insgesamt sind 25 Kernindikatoren ausgewählt worden; 41 Indikatoren wurden in einem „erweiterten“ Indikatorenset dokumentiert. Vor dem Hintergrund der angestrebten Verbesserung der Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund in das Gesundheitsmonitoring am Robert Koch-Institut wird das (Kern-)Indikatorenset kontinuierlich weiterentwickelt. Dieses wird perspektivisch in ein Gesamtkonzept für eine regelmäßige, migrationsbezogene Gesundheitsberichterstattung integriert.

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