Konzepte für ein migrationssensibles Gesundheitsmonitoring – Concepts & Methods – JoHM 3/2019

Abstract: Fast ein Viertel der Bevölkerung in Deutsch­land hat nach Definition des Mikrozensus einen Migrations­hintergrund, das heißt, dass sie selbst oder mindestens ein Elternteil ohne deutsche Staats­angehörigkeit geboren wurden. Repräsentative Aus…

Abstract: Fast ein Viertel der Bevölkerung in Deutsch­land hat nach Definition des Mikrozensus einen Migrations­hintergrund, das heißt, dass sie selbst oder mindestens ein Elternteil ohne deutsche Staats­angehörigkeit geboren wurden. Repräsentative Aussagen zur gesundheit­lichen Lage aller in Deutschland lebenden Menschen sind mit Blick auf die aktuelle Datenlage und Unter­repräsentation spezifischer Bevölkerungs­gruppen bislang nur schwer möglich. Vor diesem Hintergrund wurde am Robert Koch-Institut das Projekt Improving Health Monitoring in Migrant Populations (IMIRA) initiiert. Ziel ist es, ein migrations­sensibles Gesundheitsmonitoring aufzubauen und die Einbindung von Menschen mit Migrations­hintergrund in die Gesundheitssurveys des Robert Koch-Instituts zu verbessern. Dabei spielt auch die Überprüfung und Weiter­entwicklung relevanter migrations­sensibler Konzepte und adäquater Erhebungs­instrumente eine entscheidende Rolle. In diesem Zusammen­hang wurden Konzepte der Akkulturation, der Diskriminierung, der Religion sowie des subjektiven Sozial­status ausgewählt. Im vorliegenden Beitrag werden diese theoretisch eingebettet. Es folgen ein Überblick zur bisherigen Anwendung in der Epidemiologie sowie ein Vorschlag zur Messung und Operationalisierung der Konzepte. Zudem werden Handlungs­empfehlungen gegeben, inwiefern die Konzepte im Rahmen des Gesundheits­monitorings am Robert Koch-Institut Anwendung finden können.

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