Wirkstoff AKTUELL Cannabisarzneimittel

Seit 2017 können Ärzte nach § 31 (6) SGB V Cannabisarzneimittel für Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnen. In Deutschland stehen zur Behandlung Cannabis in Form von getrockneten Blüten o…

Seit 2017 können Ärzte nach § 31 (6) SGB V Cannabisarzneimittel für Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnen. In Deutschland stehen zur Behandlung Cannabis in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten in standardisierter Qualität sowie Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon zur Verfügung. Als Fertigarzneimittel sind in Deutschland Nabilon in der Indikation „Chemotherapie induziertes Erbrechen und Nausea (CINV)“ und Nabiximols als Extrakt aus Cannabis sativa in der Indikation „mittelschwere bis schwere Spastik bei Multipler Sklerose (MS)“ zugelassen. Indikationen, zu denen Daten vorliegen, die Hinweise auf eine Wirksamkeit ergeben, sind chronische Schmerzsyndrome, CINV, Spastizität bei MS und bei Paraplegie sowie Appetitverlust und Gewichtsabnahme bei kachektischen AIDS-Patienten und Tumorpatienten.

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