Seroepidemiologische Studie zur Verbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung an besonders betroffenen Orten in Deutschland – Studienprotokoll von CORONA-MONITORING lokal – Journal of Health Monitoring S5/2020

Abstract: Die COVID-19-Epidemie ist in Deutschland regional und lokal unterschiedlich ausgeprägt und eine Reihe von Gemeinden ist überproportional stark davon betroffen. Seroepidemiologische Informationen aus besonders betroffenen Gebieten können helfe…

Abstract: Die COVID-19-Epidemie ist in Deutschland regional und lokal unterschiedlich ausgeprägt und eine Reihe von Gemeinden ist überproportional stark davon betroffen. Seroepidemiologische Informationen aus besonders betroffenen Gebieten können helfen, auch für andere Regionen den Bevölkerungsanteil mit durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion (Seroprävalenz) sowie den Dunkelzifferanteil und den Anteil asymptomatischer Verläufe abzuschätzen. In vier besonders betroffenen Gemeinden werden jeweils 2.000 Teilnehmende in einem temporären Studienzentrum mit Untersuchungsbussen oder während eines Hausbesuchs durch einen Rachenabstrich auf eine aktive SARS-CoV-2-Infektion und im Rahmen einer Blutentnahme auf SARS-CoV-2-IgG-Antikörper untersucht. Zudem werden im Rahmen eines schriftlichen Kurzfragebogens im Untersuchungszentrum und einer wahlweise webbasierten oder telefonischen Nachbefragung weitere Informationen zu verschiedenen Themen, wie mögliche Expositionen, Suszeptibilität (Empfänglichkeit), Symptomatik und Krankheitsgeschichte erhoben. Durch die Studie CORONA-MONITORING lokal können Aussagen zum Bevölkerungsanteil mit Antikörpern gegen SARS-CoV-2 an vier besonders betroffenen Orten getroffen werden. So kann das tatsächliche Ausmaß der Epidemie besser abgeschätzt, Risiko- und Schutzfaktoren für eine Infektion ermittelt und somit auch besonders exponierte Gruppen identifiziert werden, was für die Planung von Präventionsmaßnahmen essenziell ist.

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