Inanspruchnahme ambulanter medizinischer Leistungen in Deutschland – Ergebnisse der Studie GEDA 2019/2020-EHIS – Focus – JoHM 3/2021

Abstract: Die ambulante Gesundheitsversorgung spielt für die Erkennung und Behandlung von Gesundheitsproblemen eine wichtige Rolle. Informationen zur Nutzung der unterschiedlichen Versorgungsangebote und deren Einflussfaktoren werden zur gesundheitspol…

Abstract: Die ambulante Gesundheitsversorgung spielt für die Erkennung und Behandlung von Gesundheitsproblemen eine wichtige Rolle. Informationen zur Nutzung der unterschiedlichen Versorgungsangebote und deren Einflussfaktoren werden zur gesundheitspolitischen Steuerung und Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung benötigt. Der vorliegende Beitrag enthält aktuelle Daten zur Inanspruchnahme ambulanter Gesundheitsleistungen auf Basis der Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA 2019/2020-EHIS), einer bundesweiten Querschnittbefragung der in Deutschland lebenden Wohnbevölkerung und Bestandteil des Gesundheitsmonitorings am Robert Koch-Institut. Rund 80 % der ab 18-jährigen Bevölkerung waren mindestens einmal im Jahr in haus- beziehungsweise allgemeinärztlicher, 60 % in fachärztlicher, 10 % in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung. Weniger als die Hälfte der Anspruchsberechtigten nahm einen Stuhltest in den letzten zwei Jahren, etwas mehr als die Hälfte eine Darmspiegelung innerhalb der letzten zehn Jahre in Anspruch. Rund 80 % der Frauen und 70 % der Männer ließen innerhalb eines Jahres ihren Blutdruck, jeweils rund 60 % Blutfettwerte und Blutzucker kontrollieren. Über 50 % gaben an, in den letzten zwei Wochen ärztlich verordnete Medikamente eingenommen zu haben. Tendenziell nimmt bei den meisten der betrachteten Indikatoren die Inanspruchnahme mit dem Alter zu und ist bei Frauen höher als bei Männern, Ausnahme ist unter anderem die psychiatrische und psychotherapeutische Inanspruchnahme.

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