WirkstoffAktuell: Pridinol – Zentrale und periphere Muskelspasmen, Lumbalgie, Torticollis und allgemeine Muskelschmerzen

Der Wirkstoff Pridinol war bis zum 1. Juli 2016 in Form von Tabletten sowie einer Injektionslösung als fiktives Arzneimittel zugelassen. Der Hersteller zog die Präparate aus formalen Gründen zurück, da es an Nutzenbelegen mangelte. Seit dem 1. Juli 201…

Der Wirkstoff Pridinol war bis zum 1. Juli 2016 in Form von Tabletten sowie einer Injektionslösung als fiktives Arzneimittel zugelassen. Der Hersteller zog die Präparate aus formalen Gründen zurück, da es an Nutzenbelegen mangelte. Seit dem 1. Juli 2016 ist in Deutschland eine Pridinol-haltige Injektionslösung zur Behandlung von zentralen und peripheren Muskelspasmen, Lumbalgie, Torticollis sowie allgemeinen Muskelschmerzen bei Erwachsenen zugelassen. Seit 2018 steht Pridinol für diese Anwendungsgebiete auch wieder in Tablettenform zur Verfügung. Die erneute Zulassung basiert nicht auf neuen klinischen Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit, sondern auf nachgewiesener Bioäquivalenz gegenüber einem in Italien seit 1961 zugelassenen Pridinol-Präparat. Für Pridinol ist die Evidenzlage weder für einen Einsatz in der Therapie von Nacken- oder Kreuzschmerzen noch für die Behandlung des spastischen Syndroms ausreichend. Eine Verordnung wird nicht empfohlen.

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