Ausgeprägte Gewichtszunahmen stationärer psychiatrischer Patienten unter Psychopharmaka: Daten aus dem AMSP-Projekt 2001–2016

Eine ausgeprägte Gewichtszunahme unter Psychopharmaka verschlechtert die Lebensqualität der betroffenen Patienten, verkürzt die Lebenszeit und vermindert die Therapieadhärenz. Daher muss eine konsequente Gewichtsüberwachung von Beginn an erfolgen. Bei …

Eine ausgeprägte Gewichtszunahme unter Psychopharmaka verschlechtert die Lebensqualität der betroffenen Patienten, verkürzt die Lebenszeit und vermindert die Therapieadhärenz. Daher muss eine konsequente Gewichtsüberwachung von Beginn an erfolgen. Bei einer Gewichtszunahme von > 10 % muss die auslösende Substanz abgesetzt werden, es sei denn, es besteht eine zwingende medizinische Notwendigkeit für die Weiterführung. Bei absehbar längerer Einnahmedauer sollten von vornherein gewichtsneutrale Psychopharmaka eingesetzt werden. Begleitend sollte eine Beratung zu einem gesunden Lebensstil erfolgen, diese ist jedoch aufgrund der zugrunde liegenden veränderten biologischen Mechanismen oftmals nicht ausreichend und wird den Patienten nicht gerecht.

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