Hep-Mig – Vorstudie

In Deutschland als Niedrigprävalenzland wird ein erheblicher Anteil der HBV- und HCV-Infektionen bei in Hochprävalenzländern geborenen Menschen festgestellt – gemäß einer Hochrechnung des RKI für das Jahr 2013 auf Basis der Bevölkerungsstatistik in De…

In Deutschland als Niedrigprävalenzland wird ein erheblicher Anteil der HBV- und HCV-Infektionen bei in Hochprävalenzländern geborenen Menschen festgestellt – gemäß einer Hochrechnung des RKI für das Jahr 2013 auf Basis der Bevölkerungsstatistik in Deutschland und internationalen Studien zur Prävalenz in den Herkunftsländern könnten dies 55% der chronischen Hepatitis B- und 25% der Hepatitis C-Infektionen sein. Aktuell fehlt es in Deutschland an validen und spezifischen Prävalenzdaten für Bevölkerungsgruppen, die aus Ländern mit höherer HBV- oder HCV-Prävalenz nach Deutschland migriert sind. Zudem sind Risiko- bzw. Schutzfaktoren sowie der Zugang zu Prävention und medizinischer Versorgung nicht bekannt. Eine valide Datenbasis ist jedoch für die Ausgestaltung gezielter Präventions- und Behandlungsangebote und damit für die Eliminierung der Virushepatitis in Deutschland unabdingbar. Im Rahmen eines integrierten biobehavioural survey (IBBS) sollen erstmalig deutschlandweit strukturiert und adressat*innengerecht Daten zu Prävalenz, Risiko- und Schutzfaktoren sowie Zugang zu medizinischer Versorgung für HBV und HCV in diesen möglicherweise stark betroffenen Bevölkerungsgruppen erfasst werden.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Comments are closed.