Elektronische Gesundheits-Karte

Mangelnder Datenschutz: Start der Telemedizin droht zu scheitern

Viele Ärzte weigern sich, beim Online-Abgleich für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) mitzumachen. Sensible Patientendaten dürften nicht zentral gespeichert werden. Die Krankenkassen gehen in die Offensive und fordern dafür Sanktionen: Den Medizinern soll ein Teil ihres Honorars gestrichen werden. Die Einführung der eGK und der Start der Telemedizin droht am mangelnden Datenschutz zu scheitern.

Jede zweite Rechnung falsch

Kliniken stellen fehlerhafte Rechnungen an Krankenkassen aus

Mehr als jede zweite Krankenhausrechnung, die Krankenkassen prüfen, ist fehlerhaft. Dabei kommt es zu hohen Rückzahlungsforderungen an die Kliniken. Diese sind jedoch finanziell schwach aufgestellt und weigern sich, die Forderungen im vollen Umfang zurück zu zahlen. Nun muss ein Schiedsgericht entscheiden, wie nach Prüfungen künftig verfahren werden soll.

Karte bringt keinen Nutzen

Ärzte wehren sich gegen Sanktions-Drohung der Krankenkassen

Beim Debakel um die elektronische Gesundheitskarte wollen die Krankenkassen die Pflege der Stammdaten auf die Ärzte abwälzen. Zur Not sollen Sanktionen die Ärzte in die Verantwortung zwingen. Für die Mediziner ist das „inakzeptabel“. Die Krankensassen haben seit 2008 über 800 Millionen Euro in das IT-Projekt gesteckt – bislang ohne messbaren Erfolg.